19.09.2002 | 00:00

Neue Vinzenz-Kapelle in Hernstein

Kühne Holzkonstruktion in Form eines Dreiecks

Ausführungen zum Alltag der Pecher von Arch. Mag. Jutta Woertl-Goessler, eine Festmesse, zelebriert von Abt Burkhard Ellegast, und Grußworte des Präsidenten zum NÖ Landtag, Mag. Edmund Freibauer, stehen am Sonntag, 22. September, im Mittelpunkt der Weihe der Vinzenz-Kapelle am Hart in der Marktgemeinde Hernstein (Bezirk Baden). Die Gesamtkosten für die Errichtung der Vinzenz-Kapelle belaufen sich auf rund 72.400 Euro. Das Land Niederösterreich steuert 35.750 Euro bei.

Die Kapelle zeichnet eine kühne Holzkonstruktion aus und stellt zugleich auch eine Herausforderung für jeden Zimmermann dar. Das Fundament hat die Form eines Dreiecks. Die Pechscharten wurden in Dreiecksform in das Holz eingezogen. Das Bauwerk hat 3 Seiten: Die Bildwand, die Raumwand und der Pecherwald. Das Bild im harzfarbenen Kunstglas entstand durch Überlagerung der Portraits verschiedener noch lebender Pecher, die gemeinsam den Geist ihres Schutzpatrons, des heiligen Vinzenz, sichtbar werden lassen. Die Raumwand wurde als hyperbolisches Paraboloid gestaltet, gebildet aus runden Holzstehern. Der Pecherwald wiederum zeigt, dass die Kapelle offen ist, also der Innenraum sich zum großen Dom des Waldes weitet. Der Eingang wurde als Enge konzipiert, und man denkt unwillkürlich an Schliefsteine. In diesem Gebäude findet man nur einen einzigen senkrechten Steher – er steht für den Pechbaum.


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