13.09.2002 | 00:00

AVN-Müllverbrennungsanlage im Zeitplan

Dachgleiche für thermische Abfallverwertung

Rund ein Jahr nach der Grundsteinlegung wurde gestern in Zwentendorf/Dürnrohr im Bezirk Tulln die Dachgleiche für die thermische Abfallverwertungsanlage der AVN (Abfallverwertung Niederösterreich) gefeiert. Der Bau der Anlage liegt damit voll im Zeitplan. „Die thermische Abfallverwertungsanlage ist Symbol für die ökologische Zukunft unseres Landes“, meinte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern bei der Gleichenfeier. Das Land Niederösterreich sei sich seiner Verantwortung für Umwelt und Naturschutz bewusst. Außerdem setze die Anlage wichtige Infrastruktur- und Beschäftigungsimpulse. Pröll: „Niederösterreich hat die meisten Klimaschutzgemeinden, und das Land geht trotz Irritationen seinen wirtschaftlich erfolgreichen Weg weiter.“

EVN-Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber meinte, die Anlage sei aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht beispielgebend. Die AVN-Anlage, die für 300.000 Tonnen Abfall konzipiert ist, gehört zu den beeindruckendsten Projekten. Es werden insgesamt mehr als 50.000 Tonnen Stahlbeton und 3.000 Tonnen Stahlträger verarbeitet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 145 Millionen Euro. Fertig sein wird die Anlage im Frühjahr 2003, rechtzeitig bevor die neue Deponieverordnung (1. Jänner 2004) in Kraft tritt. Die AVN-Anlage geht zudem einen Energieverbund mit dem benachbarten Kohle- und Gaskraftwerk ein. Die Anlieferung der Abfälle wird zu 90 Prozent mit eigens von der AVN entwickelten Spezialcontainern per Bahn erfolgen. Die AVN ist eine hundertprozentige Tochter der EVN.


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