06.09.2002 | 00:00

Treffen Klestil, Pröll und Havel in Znaim

Stärkere Zusammenarbeit zwischen NÖ und Tschechien

Die stärkere Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Tschechien sowie die EU-Erweiterung standen gestern am Programm des Zusammentreffens von Bundespräsident Dr. Thomas Klestil, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Präsident Vaclav Havel sowie den Kreishauptleuten von Südmähren, Südböhmen und Vysocina in Znaim. „Das Hochwasser hat den Dialog zwischen Niederösterreich und Tschechien noch mehr verbessert“, betonte Landeshauptmann Pröll. Im Rahmen des Besuches wurde eine weitere Arbeitsvereinbarung zwischen Niederösterreich, Südmähren, Südböhmen und Vysocina unterzeichnet. Dieses sechste Übereinkommen beinhaltet auch die Kooperation im Katastrophenschutz. Pröll: „Bis Ende des Jahres werden die Schritte für die konkrete Umsetzung feststehen.“ Die Vereinbarung beinhaltet weiters die Kooperation in der Regionalpolitik, in der Raumplanung, in der Dorf- und Stadterneuerung, bei den Verkehrswegen sowie bei Kultur, Erziehung und Tourismus.

Niederösterreich arbeitet mit den grenznahen Gebieten der Tschechischen Republik seit 1987 zusammen. Fünf Arbeitsprogramme wurden bereits erfolgreich abgewickelt. „Die Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und den Tschechischen Grenzregionen ist ein wichtiges politisches Signal im Hinblick auf die EU-Erweiterung“, unterstrich Pröll.

Die drei Kreishauptleute, Stanislav Juranek (Südmähren), Jan Zahradnik (Südböhmen) und Frantisek Dohnal (Vysocina) hoben ebenfalls die gute Zusammenarbeit mit Niederösterreich hervor. Die Arbeitsvereinbarung werde so schnell wie möglich umgesetzt. Tschechien hat seit 2001 eine Kreiseinteilung.

Bundespräsident Klestil bezeichnete die EU-Erweiterung als zentrales Anliegen. Besonders der Kontakt zwischen den Bürgern in den Grenzregionen sei wichtig. Präsident Havel meinte, die regionale grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei die Grundlage aller politischen Beziehungen.


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