04.09.2002 | 00:00

Land stellt 525,5 Millionen Euro an Hochwasserhilfe bereit

Pröll: Keine Zeit bei Hilfe verlieren

„Das Land Niederösterreich stellt insgesamt 525,5 Millionen Euro für die Hochwasserhilfe bereit. Die 100 Millionen Euro-Soforthilfe wurde gestern von der Landesregierung aufgestockt“, erklärte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in Zöbing. Der Gesamtschaden betrage in Niederösterreich rund 3 Milliarden Euro. Von den 5.800 eingelangten Schadensmeldungen hätten bereits 4.700 Betroffene eine Akontozahlung erhalten. Pröll: „Jeder Schadensfall wird genau geprüft. Die Entschädigungszahlungen werden gestaffelt. Für Extremfälle gibt es eine über 50-prozentige Entschädigungszahlung. Bei Berechnung und Auszahlung wird keine Zeit verloren.“ Für die Hochwasserhilfe werden vom Land mehrere Kredite aufgenommen. Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Niederösterreichs dürfe aber nicht beeinträchtigt werden, betonte Pröll.

In Niederösterreich sind insgesamt 60.000 Menschen vom Hochwasser betroffen. 10.000 Gebäude und 10.000 Hektar agrarische Flächen wurden beschädigt. Auch Zweitwohnsitzer werden entschädigt. Hauptaugenmerk gilt auch den betroffenen Unternehmen: Die Konkursordnung wird auf neue Beine gestellt. „Um in Zukunft gerüstet zu sein, wird das Land unter der Federführung von Prof. Werner Biffl (emeritierter Direktor der Universität für Bodenkultur) Flussbebauungsmaßnahmen erarbeitet“, erläuterte Pröll.


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