28.08.2002 | 00:00

Franz Luby-Werkschau zum 100. Geburtstag

Auch Neuerwerbung „Faust-Zyklus“ wird gezeigt

Der Maler und Bildhauer Franz Luby gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Landeshauptstadt St.Pölten. Das Stadtmuseum St.Pölten widmet ihm eine groß angelegte Werkschau aus Anlass des 100. Geburtstages, die vom 6. September bis 19. Oktober gezeigt wird.

Franz Luby, der 1902 in St.Pölten geboren wurde und als Kind nach Wien übersiedelte, besuchte die staatliche Graphische Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. In den zwanziger und dreißiger Jahren präsentierte er seine Arbeiten mehrfach in der Wiener Secession und im Künstlerhaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er maßgeblich an der Gründung des „Neuen Hagenbundes“ beteiligt, dessen Präsident er zeitweilig war. In seinem „Atelier am Modenapark“ zeigte er nicht nur eigene Arbeiten, sondern auch Werke befreundeter Künstler. Er entfaltete bis zu seinem Tod im Jahr 1989 eine rege Ausstellungstätigkeit in vielen Städten Europas. Seine Arbeiten befinden sich in Privatbesitz, aber auch in Museen und anderen Institutionen.

Franz Luby hinterließ ein umfangreiches künstlerisches Schaffen, das nun in seiner ganzen Bandbreite gezeigt wird. Im Mittelpunkt steht das malerische und grafische Schaffen Lubys, erstmals aber auch kunsthandwerkliche und bildhauerische Werke. Luby ist als Maler surreal-metaphorischer Bilder bekannt. Er schuf eigene Bildwelten, die auf Träume und Unbewusstes Bezug nehmen. Im grafischen Schaffen Lubys dominieren die Reiseskizzen. Daneben zeigt das Stadtmuseum den kürzlich erworbenen großen „Faust-Zyklus“, bestehend aus mehr als vierzig Blättern.

Die Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum St.Pölten, Prandtauerstraße 2, erfolgt am 6. September um 18.30 Uhr, der Schriftsteller Peter Marginter spricht einführende Worte. Die Ausstellung ist bis 19. Oktober jeweils von Dienstag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Informationen unter der Telefonnummer 02742/333-2643.


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