28.08.2002 | 00:00

Bilder aus den NÖ Heimen im Landhaus

20.000 Euro für die Hochwasserhilfe

Es war eine Vernissage unter dem Eindruck der Flutkatastrophe und im Zeichen der Solidarität: Im Foyer des NÖ Landhauses von St.Pölten eröffnete Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop gestern die Ausstellung „Bilderwelt der NÖ Heime 2002“ mit rund 80 Werken, die in den niederösterreichischen Landes-Pensionisten- und Pflegeheimen sowie in den Landesjugendheimen entstanden sind. Gleichzeitig konnten Prokop, der Obmann der Arbeitsgemeinschaft HeimleiterInnen Pensionisten- und Pflegeheime, Stadtrat Direktor Edgar Führer, und der Leiter der Abteilung Landesheime, Hofrat Dr. Otto Huber, einen Scheck über 20.000 Euro an ORF-Landesdirektor Norbert Gollinger für die Hochwasserhilfe überreichen. Es ist das Zwischenergebnis einer in den Heimen spontan ins Leben gerufenen Sammelaktion.

Die Bilder in der Ausstellung zeigen, dass das Leben in den Heimen bunt, vielfältig und lebenswert ist, und was die rund 8.000 MitarbeiterInnen gemeinsam mit den etwa 10.000 HeimbewohnerInnen zu leisten imstande sind, unterstrich Führer. Das erscheint auch deshalb notwendig, weil heuer durch Medienberichte und Aussagen einzelner Politiker ein schiefes Licht entstanden ist, das zurecht gerückt werden soll. Einzelne Missstände in kleinen privaten Einrichtungen, die selbstverständlich rasch bereinigt werden müssen, dürfen nicht zu einer Verunsicherung durch eine „negative Generalisierung“ führen, betonte Landeshauptmannstellvertreterin Prokop. Diesem Ziel dient heuer auch ein „Aktionsherbst“ der niederösterreichischen Heime mit rund 250 Veranstaltungen von Tagen der offenen Tür über Konzerte und Liederabende bis zu Ausflügen und Oktoberfesten.

Durch das Augusthochwasser ist nur ein einziges Landesheim – in Waidhofen an der Ybbs – direkt betroffen worden, es wurde rechtzeitig evakuiert, berichtete Hofrat Huber. Vier weitere Heime sind knapp an einer Katastrophe vorbeigegangen. Alle Landesheime haben in den Tagen des Hochwassers Solidarität bewiesen, sie haben beispielsweise Evakuierte aufgenommen, die Helfer und die Betroffenen mit Essen versorgt und so weiter.

Die Ausstellung im Foyer des Landhauses ist bis 6. September zugänglich, danach werden die Bilder ihren Platz in den Räumen der Heimabteilung finden.


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