28.08.2002 | 00:00

„141“ – Ärztlicher Wochentags-Nachtbereitschaftsdienst

Onodi: In 2 Jahren durch gute Kooperation zur Erfolgsstory

Die Diskussionen begannen noch unter Landesrat Wagner, seit März 2000 ist der ärztliche Wochentags-Nachtbereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 141 Realität. In St.Pölten konnten heute Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, der NÖ Ärztekammerpräsident Dr. Lothar Fiedler und der Projektleiter Oberarzt Dr. Peter Tschiesche eine erste Bilanz vorlegen.

Onodi betonte das langsam gewachsene, für die Gesundheitsversorgung der NiederösterreicherInnen wichtige Projekt habe sich dank guter Kooperation in zwei Jahren zu einer Erfolgsstory entwickelt, auch aus der Bevölkerung gebe es durchwegs positive Rückmeldungen. Unter der Nummer 141 stehe wochentags zwischen 19 und 7 Uhr bei gesundheitlichen Beschwerden in kürzester Zeit ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Insgesamt seien in 36 Regionen jede Nacht 41 Ärzte im Einsatz, der Budgetansatz des Landes dafür liege bei ca. 1,8 Millionen Euro, so Onodi.

Fiedler führte aus, seit rund eineinhalb Jahren laufe der Vollbetrieb durch niedergelassene und angestellte Ärzte nahezu flächendeckend in Niederösterreich. Nur in den Regionen Kirchschlag, Kirchberg am Wagram, Krumbach, Mönichkirchen sowie dem südlichen Teil des Bezirkes Zwettl, die in Summe weniger als ein Prozent der niederösterreichischen Bevölkerung ausmachen, sind nach wie vor die praktischen Ärzte Ansprechpartner.

Tschiesche präzisierte, dass es im Jahr 2001 in Niederösterreich zwischen 17.000 und 20.000 Anrufen gegeben habe, die zu 12.775 Visiten oder Ordinationsbesuchen geführt hätten, das bedeute einen Schnitt von 54 Visiten pro Nacht bzw. durchschnittlich 1,5 bis 2 Einsätze pro Nacht und Region. 83 Prozent der Betroffenen werden spätestens 50 Minuten nach ihrem Anruf von einem Arzt besucht.

Insgesamt nehmen 350 Ärzte am ärztlichen Wochentags-Nachtbereitschaftsdienst teil, jede Nacht sind davon 36 in den Regionen und 5 in den Call-Centern im Einsatz. Das Call Center Wiener Neustadt etwa erreichen durchschnittlich 30 Anrufe pro Nacht, ab Mitternacht ist meist nur noch ein Anruf pro Stunde zu verzeichnen. Rund 35 Prozent der Anfragen zu Beschwerden lassen sich telefonisch beantworten, 65 Prozent werden einer ärztlichen Leistung zugeordnet.

Wichtig sei auch, so Tschiesche abschließend, der Umstand, dass für lebensbedrohende Notfälle nach wie vor die Rufnummer 144 gelte. Der ärztliche Wochentags-Nachtbereitschaftsdienst unter der Rufnummer 141 ist für nicht extrem dringliche, wenn auch subjektiv als unangenehm empfundene Fälle vorgesehen. So liegen ca. 40 Prozent der Einsatzindikationen bei Atemwegsinfektionen, rund 30 Prozent bei Durchfall oder Erbrechen und etwa 10 bis 12 Prozent bei Herz/Kreislaufbeschwerden.


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