23.08.2002 | 00:00

Internationale Gartenbaumesse Tulln eröffnet

LH Pröll: „Wichtiges positives Signal in Katastrophensituation“

Man hatte ernsthaft erwogen, die heurige Internationale Gartenbaumesse in Tulln angesichts der Hochwasser-Katastrophe, von der auch viele Gartenbaubetriebe betroffen sind, ausfallen zu lassen. Dass diese traditionsreichste und wichtigste Messe der Gärtnerbranche nun doch stattfindet, wurde allgemein begrüßt. So erwartet die Messe, die zahlreiche Neuerungen bietet und an der sich 524 Aussteller aus 10 europäischen Ländern beteiligen, eine Besucherzahl von mindestens 100.000. Sie wird allgemein als Zeichen des Optimismus und des „Trotzdem“ nach der Hochwasser-Katastrophe aufgefasst und als symbolischer Beginn des Wiederaufbaus in der Landwirtschaft.

Landwirtschaftskammer-Präsident Rudolf Schwarzböck bedankte sich bei Land und Bund namens der geschädigten Betriebe für die spontane Hilfe und hob den großen Geist der Gemeinsamkeit bei allen Hilfeleistungen hervor.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll meinte in Richtung Bundesminister Mag. Wilhelm Molterer, es sei gut zu wissen, dass man in Zeiten der Not nicht allein gelassen werde. Dass diese Gartenbaumesse trotz Katastrophe stattfindet, entspreche der niederösterreichischen Wesensart, auch in Extremsituationen nicht zu kapitulieren. Die Messe sei ein wichtiges Signal in dieser Situation. Die vergangenen Tage seien aber auch als Mahnung zu verstehen, dass die Menschen wieder mehr im Einklang mit der Natur handeln sollten.

Bundesminister Mag. Wilhelm Molterer gab den Dank Prölls an den Landeshauptmann zurück, auch im Namen Tausender Niederösterreicher. Pröll sei ein Politiker, der sein Land nicht nur in guten Tagen führe, sondern seine Qualitäten auch in schwierigen Situationen zeige. Nunmehr gehe es darum, Prioritäten zu setzen. Zunächst müsse sofort geholfen werden, niemand dürfe im Stich gelassen werden. Die Infrastruktur sei raschest wieder herzustellen, mit dem Wiederaufbau sei zu beginnen. „Ärmel aufkrempeln und nach vorne“ sei jetzt die Devise. Es habe sich gezeigt, dass nicht alles wirklich schützbar sei und dass man der Natur jenen Raum geben müsse, den sie fordert, stellte Molterer fest.

Die Internationale Gartenbaumesse wird auf dem modernsten und größten Ausstellungsgelände Niederösterreichs mit mehr als 85.000 Quadratmeter Gesamtfläche, davon 22.500 in acht Hallen, bis einschließlich Montag, 26. August, durchgeführt.


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