22.08.2002 | 00:00

Hochwasserschäden in der Landwirtschaft

Rund 10.000 Hektar sind betroffen

Nach ersten Grobschätzungen sind in Niederösterreich rund 10.000 Hektar landwirtschaftlicher Flächen von den Auswirkungen des Hochwassers betroffen. In erster Linie handelt es sich dabei um rund 6.000 Hektar entlang der Donau und um ca. 4.000 Hektar landwirtschaftlicher Flächen im Kamp- und Kremstal sowie im übrigen Waldviertel.

Rund 30 Prozent der betroffenen Flächen sind noch nicht abgeerntet und somit hinsichtlich des Schadensausmaßes am stärksten betroffen. Hohe Anteile entfallen auf Zuckerrüben- und Kartoffelanbauflächen. Derzeit kann der Gesamtschaden auf rd. 15 Millionen Euro geschätzt werden. Schäden an Gebäuden, Nutztieren und Futtervorräten sind seriöserweise erst nach den derzeit laufenden Erhebungen durch die Schadenskommissionen abschätzbar.

Grundlage dafür sind die „Richtlinien für die Förderung der Behebung von Katastrophenschäden“ mit den darin aufgelisteten, landesweit geltenden Entschädigungssätzen. Die festgestellten Schäden meldet die Gemeinde an die Abteilung Landwirtschaftsförderung. Dort werden alle Hochwasserschadensmeldungen entgegengenommen und geprüft, um so rasch wie möglich die Auszahlungen der Entschädigungen in die Wege leiten zu können.

Weiters sind für Landwirte Stundungen und Laufzeitverlängerungen beim Agrarinvestitionskredit möglich. Nähere Informationen dazu geben die zuständigen Bezirksbauernkammern.

Darüber hinaus hat die NÖ Landesregierung auf Initiative von Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank Hilfe und Unterstützung bei der Sanierung von Hausbrunnen beschlossen. Betroffene können sich bei ihren Gemeinden und über das Bürgerservice-Telefon (02742/9005-9005) informieren, wie sie rasch und kostenlos ihren Brunnen wieder nutzbar machen können. Landesrat Plank konnte sicherstellen, dass das Land Niederösterreich kostenlos die notwendigen Chemikalien zur Verfügung stellt. Weiters werden die Kosten für die Auslieferung an die betroffenen Gemeinden und für die Kontrolluntersuchung auf Trinkwassereignung übernommen. Bei Bedarf stehen auch Fachleute vor Ort zur Verfügung.


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