21.08.2002 | 00:00

Starke Bande zur alten Heimat

Auslandsniederösterreicher-Treffen mit Rekordbeteiligung

Für das bevorstehende 8. Auslandsniederösterreicher-Treffen vom 3. bis 6. September in der NÖ Landeshauptstadt St.Pölten liegen 75 Anmeldungen vor. 40 davon betreffen ins Ausland abgewanderte Niederösterreicher, die bereits an früheren derartigen Treffen teilgenommen hatten, 35 sind seit vielen Jahren zum ersten Mal in ihrer alten Heimat. Die Tendenz gegenüber dem letzten Treffen vor einem Jahr ist stark steigend: damals waren 60 Gäste nach St.Pölten gekommen. Der Kreis wird vom Auslandsösterreicher-Referat der NÖ Landesregierung durch umfangreiche Recherchen ständig erweitert.

Das Programm bietet nicht nur ein Wiedersehen mit Niederösterreich und den hier lebenden Verwandten und Bekannten, sondern beinhaltet auch Arbeit. Der Ankunftstag (3. September) dient dem Kennenlernen und endet mit einer Besichtigung des Stiftes Altenburg, am zweiten Tag gibt es in 6 Arbeitsgruppen Gespräche mit 150 niederösterreichischen Experten, am dritten Tag geht es in erweiterter Form weiter. Die Ergebnisse der Tagung werden bei einem abschließenden Festakt mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bekannt gegeben. Wie stets zuvor erwartet man sich von den Auslandsniederösterreichern Impulse und Anregungen, wie sie von einem Außenstehenden, der dennoch großes Interesse an der Sache hat, am besten gegeben werden können. Schließlich sollen diese Ergebnisse in die nächste Festbroschüre eingebracht werden.

Auslandsniederösterreicher zu sein, bedeutet für viele nicht nur eine schöne Erinnerung oder Erzählungen der Eltern oder Großeltern, sondern dank der niederösterreichischen Initiative eine konkrete Möglichkeit, an der Gestaltung des Bundeslandes mitzuarbeiten. Der Status eines Auslandsniederösterreichers ist relativ eng gefasst: als solcher gelten Auswanderer bis in die 3. Generation. Der Bezug zur alten Heimat muss noch vorhanden sein, die österreichische Staatsbürgerschaft ist keine Voraussetzung. Berühmte Auslandsniederösterreicher waren z.B. Ferdinand Porsche, Julius von Payer, Ignaz Pleyel und Maria Augusta Trapp, um nur einige zu nennen. Der geschätzte „Gesamtbestand“ reicht an die 100.000 heran.

Der im Ausland lebende und aus dem niederösterreichischen Ottenschlag stammende Bildhauer Leopold Bernhard begleitet mit seinen Kleinplastiken das Treffen: Er zeigt im Foyer des Landtages im Erdgeschoss eine Ausstellung, die von Landtagsabgeordnetem Dr. Martin Michalitsch bereits am Montag, 2. September, eröffnet wird. Bernhard wurde 1941 geboren, studierte später in Stockholm und Kassel und ist seit 1968 als frei schaffender Künstler in Nürnberg tätig.


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