13.08.2002 | 00:00

Hochwassersituation in Niederösterreich spitzt sich weiter zu

Lage im Waldviertel und im Donauraum besonders dramatisch

Die Hochwassersituation in Niederösterreich nimmt immer dramatischere Formen an. Praktisch in allen Landesteilen steigen auf Grund der anhaltenden Regenfälle nach wie vor die Flüsse, vielerorts sind sie bereits über die Ufer getreten oder stehen kurz davor. An allen Ecken und Enden kämpfen Tausende Einsatzkräfte gegen die enormen Wassermassen,

Besonders dramatisch ist die Situation derzeit im Waldviertel und im Kamptal. Weite Teile des Waldviertels stehen unter Wasser, dazu drohen weitere Dämme und Fischteiche zu brechen. Vor allem im Raum Gmünd ist die Situation dramatisch, auch in den Bezirken Waidhofen an der Thaya und Zwettl hat sich die Lage zugespitzt. Dazu sind die Kamptal-Stauseen voll, Schleusen mussten abermals geöffnet werden. Es wird damit gerechnet, dass es in den Gemeinden des Kamptals – der Kamp hat abschnittsweise bereits die Höhe der Vorwoche erreicht – wieder zu schweren Überflutungen kommt, insbesondere in den unteren Kamptalgemeinden. Die Evakurierungen bzw. Abwehrmaßnahmen gegen das drohende Hochwasser laufen hier, wie in vielen anderen Landesteilen auch, auf Hochtouren. Besonders schlimm ist die Situation für Grafenwörth; der Ort droht sowohl vom Kamphochwasser als auch vom Donauhochwasser überschwemmt zu werden.

Auch entlang der hochwasserführenden Donau ist es bereits in der vergangenen Nacht im Bezirk Amstetten (Strengberg, Ennsdorf, Machland Süd) zu Überflutungen gekommen. Die Ybbser Altstadt steht seit den Morgenstunden unter Wasser. Auch in der Wachau spitzt sich die Lage weiter zu. Praktisch auf dem gesamten Donauabschnitt in Niederösterreich besteht akute Hochwassergefahr, vielerorts ist es bereits zu Überschwemmungen gekommen. Und der Pegel der Donau steigt nach wie vor an. Ebenso steigt der Wasserstand der Großen Tulln und der Perschling. Auch in der Landeshauptstadt St.Pölten verschärft sich die Situation: In St.Pölten Ochsenburg ist die Traisen bereits über die Ufer getreten. Die Wasserstände der Piesting und der Triesting im südlichen Niederösterreich steigen ebenfalls. Mit Ausnahme der Bezirke Gänserndorf und Bruck an der Leitha besteht derzeit in allen Regionen Niederösterreichs Hochwassergefahr.


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung