13.08.2002 | 00:00

Zusätzlich 100 Millionen Euro für Hochwasserhilfe

Sondersitzung der NÖ Landesregierung

„Die größte Naturkatastrophe, von der Niederösterreich und Österreich in den letzten Jahrzehnten heimgesucht wurden“, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll „erfordert rasches Handeln.“ Die NÖ Landesregierung ist heute zu einer Sondersitzung zusammengetreten und hat beschlossen, dass die zur Behebung von Katastrophenschäden veranschlagten Mittel als Sofortmaßnahme um bis zu 100 Millionen Euro überschritten werden können. Mit diesen Mitteln soll sowohl Privaten als auch Betrieben und Gemeinden rasch geholfen werden. Die Höhe der Schäden ist derzeit nicht einmal im Entferntesten abzuschätzen, sie geht aber in die Euro-Milliarden. So sind etwa im Kamptal Straßen, Brücken und Bahnlinien zerstört. Morgen wird auch die Bundesregierung zu einer Sondersitzung zusammentreten und Hilfsmaßnahmen beschließen. Landeshauptmann Pröll hat in den letzten Tagen entsprechende Gespräche mit dem Bundeskanzler, dem zuständigen Landwirtschaftsminister, dem Innen- und dem Verteidigungsminister geführt.

Im Rahmen der 100 Millionen Euro ist auch eine Ausweitung der „Finanzsonderaktion für Gemeinden zur Konjunkturbelebung“ um 15 Millionen Euro zur Behebung von Katastrophenschäden enthalten. Die Finanzsonderaktion wird damit verdoppelt: Im Bereich der Wohnbauförderung können Bauschäden bei Wohngebäuden, die von der Gemeinde-Schadenskommission erhoben und nicht von Versicherungs- und Katastrophenfondszuschüssen abgedeckt werden, im Rahmen der Sonderfallförderung als Direktdarlehen gefördert werden. Für diese Darlehen wird das Land gegen nachträgliche Genehmigung des Landtages die Haftung übernehmen.

Im Rahmen der Sondersitzung sprach die Landesregierung auch offiziell ihren Dank an die Tausenden Helfer aus den Freiwilligen-Organisationen und aus dem Bundesheer sowie an die vielen Privatleute, die zur Hilfe gekommen sind, aus.


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