06.08.2002 | 00:00

„Lehrlingsauffangnetz 2002/2003“ wird geknüpft

Prokop: Kein Jugendlicher soll ohne Lehrstelle bleiben

„Den Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren gilt unser besonderes Augenmerk. Eine zukunftsorientierte Ausbildung eröffnet den jungen Menschen einen guten Arbeitsplatz. Gleichzeitig wird dadurch der Wirtschaftsstandort Niederösterreich abgesichert“, erläutert Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop die Stoßrichtung der Arbeitsmarktpolitik des Landes. Insgesamt stehen für Ausbildung, Beratung und Beschäftigung von Jugendlichen im Rahmen der Pröll-Prokop-Jobinitiative 8 Millionen Euro zur Verfügung. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Lehrstellensuchenden. Derzeit wird für das „Lehrlingsauffangnetz 2002/2003“ auf Basis der aktuellen Zahlen die Größenordnung der benötigten Lehrgangsplätze festgelegt. „Meiner Einschätzung nach werden wir auch heuer wieder rund 300 Plätze anbieten können“, erläutert Prokop. Durch das Auffangnetz ist garantiert, dass kein einziger junger Mensch ohne Lehrstelle auf der Straße steht.

Dieses Auffangnetz für Jugendliche ohne Lehrstelle wird seit 1998 vom Land Niederösterreich gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft und dem Arbeitsmarktservice NÖ geknüpft. Die Anzahl der zur Verfügung gestellten Lehrgangsplätze orientiert sich an der „Lehrstellenlücke“, also der Differenz zwischen der Anzahl der verfügbaren Lehrstellen und jener der Lehrstellensuchenden. Die endgültige Zahl der Lehrgangsplätze ist erfahrungsgemäß erst im Oktober bekannt. Die Ausbildungslehrgänge werden von bfi und WIFI durchgeführt. Die jungen Menschen werden bei der Suche nach einem Praxisplatz in einem Unternehmen aktiv begleitet – bisher lag die Vermittlungsquote bei ausgezeichneten 80 Prozent. Alljährlich kann so durch das Lehrlingsauffangnetz die Lehrstellenlücke zur Gänze abgedeckt werden. Voraussetzung für die Teilnahme am Auffangnetz ist, dass sich der Jugendliche nach mindestens fünf erfolglosen Bewerbungen als „arbeitssuchend“ beim AMS meldet.

Daneben gibt es eine Reihe weiterer Unterstützungsmaßnahmen für Lehrlinge. So stellte Prokop auch eine ganz neue Aktion vor, das TOP Kursgeld für Lehrlinge: „Für zusätzliche freiwillige Ausbildung in den Bereichen Computerkenntnisse, Fremdsprachen und Persönlichkeitstraining werden bis zu 400 Euro abhängig von den Kosten und der Dauer der Ausbildung ausbezahlt.“

Im Bereich der NÖ Lehrlingsförderung wird jungen Menschen direkt finanziell geholfen sei es durch einen Zuschuss zu den Verpflegskosten, durch die Lehrlingsbeihilfe oder durch den Berufsschulkostenersatz. Insgesamt kommen jährlich 1.500 Jugendliche in den Genuss von insgesamt 570.000 Euro.

Die Gruppe der 15- bis 19-jährigen steht auch im NÖ Beschäftigungspakt im Vordergrund. In Beschäftigungs- und Beratungsprojekte investiert das Land heuer 1,2 Millionen Euro und unterstützt damit 1.340 Jugendliche.

Kontakte und weitere Informationen:

Zum „Lehrlingsauffangnetz“: Büro Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, 3109 St.Pölten, Landhausplatz 1, Elfriede Kernstock, Telefon 02742/9005-12374, e-mail post.prokop@noel.gv.at

Zum TOP Kursgeld für Lehrlinge: NÖ Landesakademie, 3109 St.Pölten, Neue Herrengasse 17a, Dr. Roswitha Straihammer, Telefon 02742/9005-17470, e-mail roswitha.straihammer@noe-lak.at

Zur NÖ Lehrlingsförderung: Abteilung F 3, Josef Waygand, 2100 Korneuburg, Bankmannring 5, Telefon 02262/9025-226, e-mail josef.waygand@noel.gv.at

Zum Beschäftigungspakt: 3109 St.Pölten, Landhausplatz 1, Michaela Vorlaufer, Telefon 02742/9005-13745, e-mail noe.bep@nextra.at


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