02.08.2002 | 00:00

„Sterben die Almen – stirbt der Tourismus“

LR Plank: Die Almen erhalten und stärken

Die Berg-Landwirtschaft spielt in Niederösterreich eine wichtige Rolle; jährlich verbringen rund 10.500 Rinder den Sommer auf 380 Almen mit insgesamt 13.880 Hektar Fläche. Die Erhaltung der Almen ist nicht nur ein agrarisches, sondern auch ein gesellschaftspolitisches Ziel, betonten Agrar-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank und der NÖ Landesalminspektor Dipl.Ing. Christian Wallner gestern in einer Pressekonferenz. Die Almwirtschaft ist eine Grundlage der landschaftlichen Vielfalt – ohne sie würden viele Flächen „verwildern“ – und damit auch des Tourismus. Außerdem leisten die Almen einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Wasserqualität. Aber auf Grund der niedrigen Milch- und Rindfleischpreise geben immer mehr Landwirte die Almwirtschaft auf, die Viehhaltung wandert in Gunstlagen ab. Dieser Entwicklung will Landesrat Plank gegensteuern, und zwar im Rahmen der Landentwicklung Niederösterreich, die er als wirksames Instrument für eine zukunftsorientierte, umweltfreundliche und sozial verträgliche Weiterentwicklung nicht nur der landwirtschaftlichen Strukturen, sondern des gesamten ländlichen Raumes sieht.

So fördert das Land im Rahmen der Landentwicklung zusätzlich zu ÖPUL-Prämien die Erhaltung bzw. die Rückgewinnung von Almflächen. Bezahlt wird die Arbeitsleistung des Landwirtes je nach Aufwand. Für heuer sind dafür 400.000 Euro vorgesehen. Das Programm läuft erfolgreich, demnächst kann der 1.000. Hektar wiederhergestellte Alm in Niederösterreich gefeiert werden.

Unterstützt werden auch touristische Projekte, die den Betreibern der Almhütten einen Zuerwerb ermöglichen. Ein Beispiel ist das „Almhütten-Erlebnis Hochwechsel“: Landwirte, Grundeigentümer und der Tourismusverband Pittental-Hochwechsel erarbeiten gemeinsam ein umfassendes Projekt. Ein Erlebnisweg verbindet die Almhüten am Wechsel und präsentiert die nachhaltige Bewirtschaftung der Almen und des Waldes. Gleichzeitig wird die Ausstattung der Almhütten verbessert, sie sollen den Gästen auch kulinarische Spezialitäten aus eigener Erzeugung anbieten.


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