22.07.2002 | 00:00

Ozonvorwarnstufe fast erreicht

Belastungen waren vor allem im Wiener Umland sehr hoch

In Niederösterreich wurde gestern am frühen Nachmittag der Grenzwert der Vorwarnstufe von 0,200 Milligramm knapp verfehlt. Der Schwerpunkt der Belastungen war wieder einmal das nordwestliche Umland von Wien. Kurzzeitig wurde sogar ein Ozonwert von 0,208 Milligramm beobachtet. Der Grenzwert der Informationsschwelle von 0,180 Milligramm Ozon pro Kubikmeter Luft, der voraussichtlich im nächsten Jahr auch in Österreich gültig sein wird, wurde deutlich überschritten.

Am Vormittag zeigte sich südlich von Wien ein rasanter Ozonanstieg, der sich jedoch bei 0,180 Milligramm einbremste und danach wieder langsam abfiel. Auffällig ist, dass nur wenige Tage Schönwetter genügten, die Ozonkonzentrationen wieder in die Höhe schnellen zu lassen. In der zweiten Hälfte der vergangenen Woche lag das Niveau wegen des regnerischen Wetters noch sehr tief. Das zeigt, dass prinzipiell ein sehr hohes Ozonbildungspotenzial vorhanden ist, das lediglich durch die Wetterentwicklung in Schach gehalten wird. Die heftige Gewitterfront, die Sonntag Niederösterreich mit ergiebigen Regenschauern überquert hat, senkte die hohen Ozonwerte wiederum deutlich ab. Da für die nächsten Tage eher unbeständiges, windiges Wetter vorausgesagt wird, dürfte sich auch die Ozonbelastung bis zur nächsten Schönwetterperiode in Grenzen halten.

Ungeachtet der Entwicklung ist die Ozonüberwachung mit rund 30 Messstellen Tag und Nacht in Betrieb. Bei Überschreiten des Grenzwertes der Vorwarnstufe von 0,200 Milligramm pro Kubikmeter Luft wird die Bevölkerung rechtzeitig über die Nachrichtensender des ORF informiert. Nähere Informationen erhält man dann auch beim NÖ Luftgütetelefon unter der Telefonnummer 02742/9005-14444. Diese Nebenstelle ist weiters über alle Bezirkshauptmannschaften Niederösterreichs – Vorwahl/9025-14444 – zu erreichen.

Aktuelle Ozonwerte sind von die Landeshomepage www.noe.gv.at/Umwelt/Luft.htm ablesbar. Telefonisch können aktuelle Ozonwerte unter der Telefonnummer 02742/ 9005-11000 abgefragt werden. Auch diese Nebenstelle kann von jeder Bezirkshauptmannschaft in Niederösterreich erreicht werden.


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