23.07.2002 | 00:00

Keltischer Erlebnispark in Schwarzenbach

Regionalförderung für Rekonstruktionen keltischer Holzbauten

Die NÖ Landesregierung beschloss kürzlich einen Beitrag zum Regionalförderungsprojekt „Gestaltung Keltischer Erlebnispark Schwarzenbach“ der LEADER+-Region „Gemeinsame Region Bucklige Welt“ bzw. der 16 Mitgliedsgemeinden in dieser Region. Aus der Regionalförderung steuert das Land Niederösterreich 4.581,47 Euro bei. Zusätzlich gibt es für dieses Projekt EU-Fördermittel aus dem LEADER+-Programm in der Höhe von 22.907,35 Euro. Die Gesamtinvestitionen betragen 45.814,70 Euro.

Unter dem Titel „Leben, Lernen, Wirtschaften – aus und mit der Geschichte“ bearbeiten die 16 beteiligten Gemeinden verschiedene Schwerpunktthemen wie Geschichte und Kulturtourismus, Klimabündnis, behindertengerechte Einrichtungen in der Region oder eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes. In Schwarzenbach in der Buckligen Welt, eine der 16 beteiligten Gemeinden, dominieren bei der Themenauswahl die Kelten. Auf einer Gesamtfläche von 18 Hektar wurde auf der „Burg“ oberhalb des Ortes eine mittelbronzezeitliche bzw. eine keltische Siedlung mit einem Befestigungswall entdeckt. Bereits 1987 begannen Archäologen des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien mit den Auswertungen. 1992/93 wurde ein Schnitt durch den Befestigungswall gemacht und bald darauf auch ein Kultur- und Naturrundwanderweg angelegt. In einer ersten Ausbaustufe errichtete man 1999 neben dem Ausgrabungsareal einen Aussichtsturm, der auch als Museumsturm fungiert.

Die Markgemeinde Schwarzenbach plant nun unmittelbar neben dem Museumsturm die Errichtung eines keltischen Erlebnisdorfes. Nach Fertigstellung soll das keltische Erlebnisdorf aus einem späteisenzeitlichen Wohngebäude, einem Handwerkerhaus, einem Speicherbau, einer Töpferei, einem Wirtschaftsgebäude, einem Stall, einem Keltengehöft und Ergänzungsangebote wie einem Parkplatz, einem Tiergehege und einem Schaugarten bestehen. Weitere Angebote bilden jährliche Veranstaltungen wie das Keltenfest, das seit 1998 stattfindet.

In den letzten Wochen bemühten sich 20 Studenten aus Italien, Schweden, England, Norwegen, Kanada, China und Österreich gemeinsam mit Archäologen des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien um die Sicherung von Bodendenkmälern, da im Herbst auf diesen Flächen mit der Errichtung der Rekonstruktion von prähistorischen Holzbauten begonnen wird. Die bis jetzt erzielten Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass der keltischen Stadt noch mehr Bedeutung zukam, als nach den Ausgrabungen vergangener Jahre schon vermutet wurde.


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