15.07.2002 | 00:00

„Kindergarten 2007“ steht für Weiterentwicklung

Kranzl: Kind ist in den Mittelpunkt zu stellen

„Wir haben ‚Kindergarten 2007‘ als Synonym dafür gewählt, dass es im Bereich der Betreuung in den Kindergärten Niederösterreichs zu keinem Stillstand kommen soll, sondern dass gerade hier eine ständige Weiterentwicklung von enorm wichtiger Bedeutung ist. Auch deshalb, weil sich die gesellschaftlichen Voraussetzungen entscheidend geändert haben“, sagte Landesrätin Christa Kranzl am Freitag im NÖ Landhaus in St.Pölten. Niederösterreich habe bei Kindergärten eine fast flächendeckende Versorgung; 45.000 Kinder werden in 1.037 Kindergärten von motivierten Mitarbeiterinnen bestens betreut. Aber man dürfe nicht verschweigen, dass es Anliegen und Bedürfnisse der Eltern gäbe. Es gelte also, jetzt herauszukristallisieren, wie der künftige Kindergarten aussehen soll. Die Fachabteilung des Landes Niederösterreich wurde gemeinsam mit der Landesakademie beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten und dieses auch wissenschaftlich zu begleiten. „In diesem Bereich hat Politik absolut nichts verloren“, stellte Kranzl klar.

Kürzlich habe die erste Sitzung stattgefunden, in der Kindergärtnerinnen, Inspektorinnen, Mitarbeiterinnen der heilpädagogischen Gruppen, interkulturell Arbeitende, Vertreter der Verwaltungsbehörden, der Personalvertretung, der Gemeindeverbände und der Landesakademie sowie Eltern zusammenkamen. Gemeinsam wolle man jetzt nachdenken, wohin sich der Kindergarten entwickeln könne. Man müsse zum Beispiel davon ausgehen, dass die heute berufstätigen Mütter als Omis von morgen als Betreuer für die Enkelkinder nicht zur Verfügung stehen, weil sie wahrscheinlich noch bis 61,5 Jahre arbeiten. Frauen sollten die Möglichkeit haben, dass sie ihrem Beruf nachgehen und dennoch Kinder bekommen. „Das Kind ist in den Mittelpunkt zu stellen“, so Kranzl. Auch Fragen nach mehr Autonomie für Kindergärten, ob 28 Kinder pro Gruppe nicht zu viel sind, und die Überlegung, vom „Sitzkindergarten“ weg zu mehr „Bewegungskindergarten“ zu kommen, wurden ausgesprochen. Weiters wurde über eine bessere partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kindergartenteam diskutiert. Bis November 2002 werden diese Impulse in unterschiedlichsten Arbeitsgruppen zusammengefasst. Über Internet wird eine Diskussionsplattform geschaffen. Über Zukunftswerkstätten in den verschiedenen Regionen werden Zwischenergebnisse dokumentiert. Das Endergebnis der breiten Diskussion in Form eines Leitbildes, erwartet sich Kranzl für den Frühsommer 2003.


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