11.07.2002 | 00:00

Slowenische Gemeindevertreter in Niederösterreich

Österreichs Kommunalautonomie als Vorbild

Für die auf Einladung des Österreichischen Gemeindebundes diese Woche in Österreich weilende slowenische Kommunalpolitiker-Delegation war der gestrige Mittwoch Niederösterreich-Tag mit Besuch der Landeshauptstadt. Die vier Vertreter des slowenischen Gemeindeverbandes unter Führung von Präsident Anton Kokalj besuchten das neue NÖ Landhaus sowie den NÖ Gemeindevertreterverband der ÖVP und nahmen kurz an einer Sitzung des Gemeindebundes teil. Für die slowenischen Gemeindevertreter stand insbesondere die Kommunalautonomie im Mittelpunkt des Interesses. Slowenien mit knapp zwei Millionen Einwohnern hat 190 Gemeinden, nun geht es um mehr kommunale Selbstverwaltung. Österreichs Kommunalautonomie wird als Vorbild betrachtet.

NÖ GVV-Präsident Landtagsabgeordneter Mag. Alfred Riedl erläuterte das Wesen der heuer 40 Jahre alten Kommunalautonomie und die Vorteile der Subsidiarität für die Gestaltung der Gemeinden. Echtes Bürgerservice sei nur bei einem hohen Maß an kommunaler Selbstverwaltung möglich. Riedl bot den EU-Beitrittswerbern Hilfe beim Ausbau dieser Selbstverwaltung an. Präsident Kokalj zeigte sich dankbar für dieses Angebot und betonte, dass man sich von der Kommunalautonomie nicht nur Vorteile für die Gemeinden, sondern auch eine Stärkung des Gesamtstaates erhoffe.

Betreut wurde die slowenische Delegation von Gemeindebund-Generalsekretär Hofrat Dr. Robert Hink und NÖ GVV-Landesgeschäftsführer Mag. Christian Schneider.


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