11.07.2002 | 00:00

Diskussion um Biosphärenpark Wienerwald

LR Plank holte sich Anregungen im Großen Walsertal

Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank besuchte kürzlich mit Vertretern der Landesforstdirektionen Niederösterreich und Wien den Biosphärenpark Großes Walsertal. Mit den Bürgermeistern der Biosphärenparkgemeinden und der Geschäftsstelle des Biosphärenparks wurden dabei Informationen zum UNESCO-Schutzgebiet ausgetauscht. Die Länder Niederösterreich und Wien prüfen bekanntlich derzeit durch eine Machbarkeitsstudie mögliche zeitgemäße Schutzgebietsstrategien für den Wienerwald, wobei auch die Kategorie Biosphärenpark eine Option darstellt. Plank: „Wir konnten aus dem Großen Walsertal viele Ideen und Ansätze für den Wienerwald mitnehmen.“

Die Erfahrungen im Großen Walsertal haben gezeigt, dass durch die Einrichtung des Biosphärenparks wesentliche regionalwirtschaftliche und touristische Aktivitäten entstanden sind und dem Tal eine neue Identität und Vermarktungsschiene eröffnet wurde. Daneben entstanden im land- und forstwirtschaftlichen Bereich innovative Projekte wie beispielsweise das Projekt „Bergholz“, wo durch den Zusammenschluss von Forstbetrieben, Sägewerken, Handwerksbetrieben bis hin zu Architekten eine ökologische Nutzung und Verarbeitung des lokalen Holzes zu hochwertigen Endprodukten umgesetzt wird. „Eine Initiative, wie sie auch für den Wienerwald denkbar wäre“, so Plank.

Neben der Entwicklung nachhaltiger und naturschonender Bewirtschaftungskonzepte und der Erhaltung einer traditionellen Kulturlandschaft zählt auch der Schutz von besonderen Naturschätzen innerhalb von ausgewiesenen Kernzonen zu den Zielen des Biosphärenparks. Die lokale Bevölkerung und die Gemeinden waren im Großen Walsertal in den gesamten Planungs- und Umsetzungsprozess miteinbezogen und arbeiteten an Leitbildern und Einzelprojekten mit. Eine wesentliche Voraussetzung dafür war ein gemeinsames Vorgehen der sechs Gemeinden im Großen Walsertal und das Engagement der koordinierenden Biosphärenpark-Geschäftsstelle.


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