08.07.2002 | 00:00

FP NÖ installiert Abfangjäger-Kompensationsbeauftragten

Windholz: 20 Prozent des Auftragsvolumens als Ziel

Der Ankauf der 24 Abfangjäger sei nicht nur für die Sicherheit der Republik längst überfällig, sondern durch die 200-prozentigen Kompensationsgeschäfte auch immens wichtig für die heimische Wirtschaft, sagte am Freitag Landesrat Ernest Windholz bei der Vorstellung des Kompensationsbeauftragten der FP Niederösterreich in St.Pölten. Als Paradebeispiel nannte Windholz die Stationierung der Black Hawk Hubschrauber in Langenlebarn, wodurch 1.000 Arbeitsplätze in der Region auf Dauer gesichert werden und Millionenaufträge an die Wirtschaft gehen. Die FP werde alles daransetzen, die von Verteidigungsminister Herbert Scheibner für Niederösterreich in Aussicht gestellten 12 bis 15 Prozent an Kompensationsgeschäften auf 20 Prozent zu steigern.

Landtagsabgeordneter Franz Marchat ergänzte, es müsse jetzt rasch gehen. Jedes Bundesland versuche, sich einen möglichst großen Anteil an dem 5,4 Milliarden Schilling-Auftragsvolumen zu sichern.

Zum Kompensationsbeauftragten ernannt wurde der Unternehmer und Nationalratsabgeordnete Anton Wattaul, der sich als Bindeglied zwischen der Wirtschaft und den beauftragten Organisationen sieht. Es gehe dabei nicht nur um die Zulieferung zur Flugindustrie, sondern um nachhaltige und innovative Produkte kleinerer und mittlerer Unternehmen von der Metallbearbeitung bis zur Medizin.

Alle Unternehmer, die sich bei der Kompensationshotline NÖ unter der Nummer 0664/100 03 61 melden, haben im Herbst Gelegenheit, bei Veranstaltungen in Niederösterreich erstmals mit den neuen Geschäftspartnern in Kontakt zu treten.


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