08.07.2002 | 00:00

NÖ wird als Filmland immer attraktiver

LH Pröll: Heuer 1,5 Millionen Euro Förderung

„Wir drehen gerne in Niederösterreich, weil es wunderschöne Landschaften zu bieten hat, die wir herzeigen wollen und müssen“, betonte am Sonntag in der Radiosendung „Forum Niederösterreich“ Danny Krauß, Geschäftsführer der Dor-Film, die nicht nur die erfolgreiche TV-Serie „Julia“ in und um Retz dreht, sondern auch erfolgreiche Spielfilme wie „Schlafes Bruder“ oder „Hinterholz 8“ in Niederösterreich realisiert hat. Eine wesentliche Rolle spielt dabei sicher auch die wirksame Filmförderung des Landes, die in den letzten Jahren wesentlich ausgeweitet wurde. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bilanzierte: „1990 haben wir für die Filmförderung rund 1 Million Schilling ausgegeben, im heurigen Jahr sind es 1,5 Millionen Euro.“

Das Land verfolgt damit eine Reihe von Zielen, betonte der Landeshauptmann. Zunächst einmal geht es um die Förderung des Kulturgutes Film und um die Unterstützung junger niederösterreichischer Filmemacher. Als Beispiel nannte Pröll den Streifen „Hundstage“ von Ulrich Seidl, der mit Hilfe der Filmförderung in Niederösterreich gedreht wurde und auf den Filmfestspielen in Venedig und in Cannes für Aufsehen sorgte. Weiters soll Niederösterreich als Drehort möglichst attraktiv gemacht werden, besonders auch für internatinale Koproduktionen. Pröll: „Damit erhöht sich das Image unseres Landes und es werden erhebliche touristische Impulse auslöst.“ Schließlich seien auch die direkten wirtschaftlichen Effekte nicht zu übersehen. Der Landeshauptmann verwies darauf, dass in der letzten Sitzung der NÖ Landesregierung eine Förderung für den österreichisch-deutsch-schweizerischen Kinospielfilm „Böse Zellen“ beschlossen wurde, der in und um St.Pölten, Wiener Neustadt und Maria Enzersdorf gedreht wird: „Die Filmcrew wird in diesen Tagen rund 200.000 Euro ausgeben, die größtenteils in die heimische Wirtschaft fließen.“ Darüber hinaus wird, so Pröll, an der Donau-Universität in Krems gemeinsam mit dem Bund ein großes Vorhaben verwirklicht, nämlich das „Österreichische Studienzentrum für den Film“ als Forschungszentrum, Weiterbildungsstätte, Ausstellungsstandort und Programmkino.

Danny Krauß unterstrich besonders auch die gute Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich und mit dem Landeshauptmann. Er würde sich eine solche Einstellung auch in anderen Bundesländern wünschen. Dr. Kurt Mündl, einer der international erfolgreichsten Dokumentarfilmer – er realisiert derzeit einen Niederösterreich-Film, der voraussichtlich 2003 im Wiener IMAX-Kino zu sehen sein wird – meinte: „Es ist schon ein Vergnügen in Niederösterreich zu wohnen, hier Filme zu machen ist ein doppeltes.“ Er lobte ebenfalls die gute Zusammenarbeit mit dem Land: „Es ist für einen Filmemacher ganz wichtig, dass das Ambiente und die Voraussetzungen stimmen und das Land hinter dieser Arbeit steht.“


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung