05.07.2002 | 00:00

Gespräche mit Bürgermeistern über Natura 2000-Abgrenzungen

Sobotka: Fachlich begründete Wünsche eingearbeitet

„Alle Wünsche, so sie fachlich begründet waren, konnten nun erledigt werden“, fasste gestern Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka die Ergebnisse der mehr als 12-stündigen Gespräche und Verhandlungen mit über 100 Bürgermeistern und Kammervertretern in St.Pölten über den letzten Stand der Natura 2000-Abgrenzungen zusammen. Die Wünsche der Gemeinden wurden wissenschaftlich beleuchtet und untersucht und wurden, wenn sie berechtigt waren, direkt bei der Veranstaltung in den digitalen Karten der Natura 2000-Gebiete abgeändert und angepasst. „Uns ging es vor allem darum, im Dialog mit den Betroffenen Verständnis für Gebietsabgrenzungen zu schaffen, um wertvolle Naturlandschaften in Niederösterreich schützen zu können“, so der Raumordnungs-Landesrat. Unbestritten ist für Sobotka, dass eine zunächst 32-prozentige Gebietsnominierung fachlich nicht korrekt gewesen sei und deshalb zurückgenommen werden musste. „Wir werden nun unter der 15 Prozentmarke liegen, wobei jedoch nicht die Prozentanzahl ausschlaggebend sein darf, sondern vor allem die Qualität der schützenswerten Naturlandschaften und Maßnahmen.“ Niederösterreich sei auf jeden Fall das einzige Bundesland, das hier auf einen erarbeiteten Karten-Entwurf zurückgreifen könne.

Sobotka hielt dazu auch fest, dass es sich hier um Erstnominierungsverfahren handle, und dass es da oder dort noch Begehrlichkeiten geben könne, auch wenn im Wesentlichen die Gebiete festgelegt sind. Nach Absegnung auf nationaler Ebene werde in weiterer Folge eine Festlegung durch EU gemeinsam mit den Nationalstaaten erfolgen, eine tatsächliche Ausweisung der gesamteuropäischen Natura 2000-Schutzzonen erfolge 2005/2006.


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