05.07.2002 | 00:00

Neuorientierung der Wohnbauförderung:

Weg geht in Richtung Nachhaltigkeit und Qualität

Wirtschaft und Klimaschutz schließen einander nicht aus. Der zukunftsorientierte Weg Wirtschaft, Ökologie und Innovation wird auch bei der neuen niederösterreichischen Wohnbauförderung gegangen. So wurde mit 1. Jänner 2002 der „Energieausweis“ im Einfamilien- und Mehrfamilienhausneubau eingeführt. Er enthält die energetischen Merkmale eines Hauses und den jährlichen Heizwärmebedarf pro Quadratmeter. „Unser Ziel ist es, den Energieverbrauch erheblich zu senken und eine Reduktion des Treibgasausstoßes zu erreichen“, hält dazu Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop fest. Im Herbst 2002 wird für den Bereich „Althaus“ der Typenschein (Energieausweis) startklar sein.

Dieser Ausweis soll eine wichtige Informationsgrundlage für die künftigen Bewohner sein. Schon bei Bezug muss klar sein, wie hoch der Wärmeverbrauch ist. Energieverbrauch und substanzerhaltende Maßnahmen beim Bauen werden somit zum entscheidenden Kriterium für den Kauf oder die Vermietung einer Wohnung. Mit einem Energieausweis wird eine regelmäßige Kontrolle des Brennstoffverbrauches möglich.

Niederösterreich will durch die Verlagerung der Schwerpunkte vom Neubau in die Althaussanierung den eingeschlagenen Weg von der Quantität zur Qualität konsequent weitergehen. Im Jahr 2002 sind daher bereits konkrete Schritte im Bereich der Bewilligungen gesetzt worden, im Herbst wird ein weiterer wesentlicher Impuls dazu kommen.

Bisher sind 6.548 Wohneinheiten (56 Prozent) im Sanierungsbereich und 5.152 Wohneinheiten (44 Prozent) im Neubaubereich mit Förderungsmitteln ausgestattet worden. Ebenso sind für 1.109 Solaranlagen sowie im Rahmen der Heizkesseltauschaktion 2.751 Bewilligungen erfolgt.

Mit diesen neuen Rahmenbedingungen ist aber auch die Bauwirtschaft gefordert, gesamtheitliche Lösungen anzubieten. Ein Umdenken in Richtung nachhaltiges Sanieren wird von der Wirtschaft selbst schon gefordert. Heute geht es in der Förderungspolitik und in der Wirtschaft vor allem darum, Gesamtsysteme anzubieten, die funktionieren und langfristig ökologisch und ökonomisch ausgerichtet sind. „Dies ist ein wirkungsvoller und zukunftsträchtiger Beitrag zur österreichischen Wertschöpfung und vor allem für den Klimaschutz“, begrüßt Liese Prokop die gemeinsamen Bemühungen der niederösterreichischen Wohnbauförderung und der niederösterreichischen Bauwirtschaft.


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