02.07.2002 | 00:00

Vorarbeiten zur Sicherung der Fischer-Deponie

Einrichtung der Baustelle voll im Gang

Seit Anfang Juni laufen die Vorarbeiten zur Sanierung der Fischer-Deponie in Theresienfeld bei Wiener Neustadt. Die Räumung der Altlast, die bekanntlich an die Arbeitsgemeinschaft Bilfinger-Berger, Strabag, Alpine und Porr Umwelttechnik vergeben wurde, kostet – derzeitiger Stand – rund 140 Millionen Euro. Ein Großteil davon wird aus dem Altlastenfonds bevorschusst, ein kleinerer aus dem allgemeinen Budget des Bundes. Die Räumung dauert voraussichtlich bis Ende November 2003. Die Beseitigung des kontaminierten Untergrundes und die Sanierung des betroffenen Areals dauert wesentlich länger, nämlich bis Frühjahr 2006. Etwa 8.400 Fässer mit giftigen Stoffen wie Lackresten und Destillationsrückständen, so schätzt man, liegen in der Fischer-Deponie. 840.000 Tonnen Abfälle vom Sperrmüll bis zu hochgiftigen Substanzen, rund 50.000 Lkw-Ladungen, werden ab Anfang August 2002 ausgeräumt werden müssen.

Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten wird derzeit eine umfangreiche Beweissicherung vorgenommen. Diese umfasst im wesentlichen Punkte wie die Grenzsteine, Zäune, Tore und Schranken, den Bewuchs, die Betriebsgebäude, die derzeit vorhandenen Sonden, sämtliche Einbauten für Strom, Gas, Telefon, Wasser und Kanal, den Zustand der Straßen und Wege sowie der angrenzenden Grundstücke. Darüber hinaus soll eine Erstvermessung die genauen Grenzen feststellen.

Die eigentliche Arbeit beginnt mit der Einrichtung der Baustelle, die außerhalb der Altlast auf einem südlich der Deponie liegenden Grundstück – inklusive Containern wie dem Mannschaftsaufenthaltsraum – auf 1.600 Quadratmeter Fläche errichtet wird. Die Trennung zwischen dem kontaminierten Bereich und der Umgebung ist selbstverständlich. Die Verladeeinrichtung ist die Schnittstelle zwischen dem Baustellenverkehr und dem externen Verkehr. Sechs Verladeboxen für die Aufnahme von zwei Tageschargen sowie zwei oder drei Ladegeräte und das Vorhaltelager für feste Abfälle, die zur temporären Aufbewahrung von gefährlichen und nicht gefährlichen Stoffen verwendet werden, sind Einrichtungen, die man unbedingt braucht. Das Vorhaltelager von flüssigen und pastösen Abfälle sowie von Gebinden, bestehend aus Containermulden, dient dem temporären Zwischenlager von geborstenen Fässern und umgepumpten Flüssigkeiten. Zwischenlagerflächen, Pufferbehälter und eine Brückenwaage sind weitere wichtige Elemente der Baustellenausstattung. Sämtliche Verkehrswege im Übergabebereich werden asphaltiert. Bei den Verladestellen wird im Manipulationsbereich der Radlader zusätzlich eine Dichtasphaltschicht aufgebracht. Ein 2 Meter hoher Zaun rund um die gesamte Baustelle und Fangnetze bei den Verladeboxen und im Vorhaltelager sind ebenfalls selbstverständlich.


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