24.06.2002 | 00:00

Goldene Kellen 2001 überreicht

Sobotka: Beim ökologischen Bauen gibt es keine Verlierer

In Matzleinsdorf bei Melk fand gestern die Überreichung der Goldenen Kellen an die neun Gewinner des Ortsbild-Wettbewerbes 2001 statt. Damit wurden heuer bereits zum 20. Mal vorbildliche Bauten in Niederösterreich im Rahmen des Ortsbild-Wettbewerbes von „NÖ gestalten“ ausgezeichnet. Gewählt werden die Gewinner von der größten Jury des Landes, den rund 80.000 Lesern der Ortsbild-Broschüre „NÖ gestalten“.

Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka, der die Goldenen Kellen überreichte, betonte, die lange selbstverständliche Harmonie mit der Umwelt sei beim Bauen erst im vorigen Jahrhundert verloren gegangen. Jetzt werde dieser scheinbare Widerspruch vermehrt wieder in einen Konsens aufgelöst. Beim ökologischen Bauen, das zeige auch die neue Wohnbauförderung, gebe es keine Verlierer: Dem Einzelnen bleibe mehr in seiner Geldbörse, der Region mehr Wertschöpfung. Umweltschutz müsse für alle da sein und allen nützen, sonst verdiene er seinen Namen nicht. Bei der Gestaltung gehe es zudem darum, in der Sprache des 21. Jahrhunderts, aber in Respekt vor der landschaftsgebundenen Tradition zu bauen. Der Wettbewerb um die Goldenen Kellen stehe für die zu begrüßende Intensivierung des Dialogs zwischen Architekten und den Menschen im Land, so Sobotka abschließend.

Die neun Goldenen Kellen 2001 gingen nach Eggenburg (für die Renovierung eines Hauses aus dem 16. Jahrhundert), Eichgraben (für die Umgestaltung eines Wirtschaftsgebäudes in einen Kulturtreff), Schönbühel (für eine Kapelle aus ausschließlich traditionellen Baustoffen), Unterolberndorf (für Zubauten an ein altes Bauernhaus), Laaben bei Wien (für ein neues Niedrigenergiehaus), Waidhofen an der Ybbs (für die Adaptierung eines 300 Jahre alten Getreidespeichers), Matzleinsdorf bei Melk (für einen Erweiterungsbau zur Dorfkirche), Rappottenstein (für eines der ersten Passivhäuser in Niederösterreich) und Mühling (für ein neues Öko-Haus).


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