20.06.2002 | 00:00

Aktion „Schüler suchen Biotopholz“ im Bezirk Wiener Neustadt

Rund 50 Totholzbäume ausgeforscht

Die Aktion „Schüler suchen Biotopholz“ geht in das Finale: Am Mittwoch, 26. Juni, um 9 Uhr wird die Hauptschule in Erlach als fleißigste der beteiligten fünf Schulen durch Bezirkshauptmann Dr. Heinz Zimper und Bezirksforsttechniker Dipl.Ing. Helmut Wagner mit einem von Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank gespendeten Pokal ausgezeichnet. Auch bei anderen Hauptschulen im Bezirk Wiener Neustadt in Wiesmath, Felixdorf, Kirchschlag und Lichtenegg bedankt sich die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt mit Sachpreisen rund um den Wald.

Diese fünf Hauptschulen haben sich des Themas „Schüler suchen Biotopholz“ angenommen und sich auf die Suche nach solchen Bäumen gemacht. Rund 50 Totholzbäume wurden von den Schülern ausgeforscht. Die Bezirksforstinspektion wird mit den Waldeigentümern Kontakt aufnehmen und mit Hilfe der Förderungsmittel zur Erhaltung von Höhlenbäumen und Totholz so manchen Baum für die nächsten zehn Jahre unter Schutz stellen.

Der Wald ist nämlich nicht nur die Produktionsstätte von Holz, sondern erfüllt darüber hinaus wichtige Funktionen als Lebensraum für verschiedene Organismen. Ohne alte, starke Bäume, ob lebenskräftig oder bereits abgestorben, und ohne die spezifischen Altholzbewohner ist die natürliche Lebensgemeinschaft des Waldes unvollständig. Die Bevölkerung ist im Allgemeinen daran gewöhnt, dass unsere Wälder auf Grund unserer Bewirtschaftung „ordentlich“ aussehen, doch muss auch die Notwendigkeit von Biotopholz im ökologischen Interesse stärker ins Bewusstsein gerufen werden. Biotopholz ist jenes Holz, das nach dem Absterben von Bäumen stehen oder liegen bleibt. Dieses Biotopholz ist nicht nur für die Erhaltung unzähliger Pflanzen- und Tierarten unverzichtbar, sondern auch für das Gedeihen artenreicher und stabiler Wälder. Durch Millionen von Kleinstlebewesen wird die Biomasse des Baumes abgebaut und wieder in den Nährstoffkreislauf des Waldes eingebunden. Wenn die Forstschutzregeln eingehalten werden, besteht kein Grund zur Angst vor einer Vermehrung von Forstschädlingen: Die echten Totholzbesiedler ernähren sich nämlich nicht in oder von gesundem Holz.


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