20.06.2002 | 00:00

NÖ Pflegeheime und Sozialdienste suchen Personal

Prokop: Sozialberufe haben Zukunft

In Niederösterreich fehlt in den Landesheimen und den sozialmedizinischen Diensten diplomiertes Pflegepersonal: „Im März 2002 waren in den 51 Landes-Pensionisten- und Pflegeheimen 80 Stellen unbesetzt“, berichtet Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Noch prekärer sei die Situation bei den privaten Heimen. Prokop: „Im Hinblick auf die demographische Entwicklung, die eine starke Zunahme an Hochbetagten und somit mehr Pflegebedürftigkeit prognostiziert, wird auch die Nachfrage nach Hauskrankenpflege steigen.“ Auch der Bereich der Hilfe für Menschen mit besonderen Bedürfnissen kämpft mit Personalmangel.

Prokop will daher als Gegenrezept die Pflegeberufe attraktiver gestalten und die Ausbildung im Pflege- und Behindertenbereich harmonisieren. Ein Konzept für eine einheitliche modulare Ausbildung für alle Mitarbeiter wurde bereits erstellt. Bis Ende des Jahres soll ein Entwurf für ein „Sozialbetreuungs-Berufs-Gesetz“ erstellt werden und mit einer 15a-Vereinbarung, einer bundesweit einheitlichen Ausbildung, umgesetzt werden. Mit der neuen Ausbildung werden auch die Kompetenzen der Berufsbilder erweitert. Außerdem soll eine Ausbildung bereits nach Vollendung der 10. Schulstufe beginnen können. „Junge Menschen, die sich für eine Ausbildung im Sozialbereich entschließen, haben beste Chancen, eine krisensichere Beschäftigung zu finden“, argumentiert Prokop.


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