18.06.2002 | 00:00

„Neues Leben in alten Mauern“

Erfolgsbilanz für das Schloss Greillenstein

Eine Erfolgsbilanz konnte der Präsident des Vereins „Freunde und Gönner des Schlosses Greillenstein“, Prof. Mag. Gerd Rittenauer, bei der letzten Generalversammlung vorlegen: Seit 1994 wurde mehr als eine halbe Million Euro in Restaurierungsarbeiten investiert. Unter anderem wurden das Turmdach mit den vier kleinen Seitentürmen, die Süd- und Westfront des Hofes mit der Sonnenuhr aus dem 16. Jahrhundert und die Arkadengänge restauriert. Eine weitere Etappe ist die Reinigung und Ergänzung der Balustrade, eines Meisterwerks von Fischer von Erlach. „Wir wollen auch den Turm weiter sanieren, was nach ersten Kostenvoranschlägen über 150.000 Euro kosten wird“, betont Rittenauer und appelliert an das Land und an das Bundesdenkmalamt um Unterstützung.

„Neues Leben in alten Mauern“ ist auch das Motto des Veranstaltungsprogramms im Schloss. Es umfasst fünf Ausstellungen und Hauskonzerte bei Kerzenlicht mit prominenten Künstlern, wie dem Eichendorff-Quintett, das seit 1960 regelmäßig im Schloss Greillenstein gastiert, und dem weltberühmten Pianisten Jörg Demus, der bereits zum 25. Mal im Schloss spielt. Er wird am 16. August auf einem Hammerflügel aus dem Jahr 1856 spielen. Sehr beliebt sind auch die Kinderaufführungen, bei denen die Kinder eine Gerichtsverhandlung nachspielen können, wie sie früher im Gerichtssaal der Grundherrschaft Kuefstein abgehalten wurde.

Derzeit arbeiten Studenten der Universität für Angewandte Kunst in Greillenstein, die mit der Aufnahme der topographischen Darstellung befasst sind und den Zustand der einzelnen Bilder und die notwendigen Restaurierungsmaßnahmen feststellen, was auf alle Fälle mit erheblichen Kosten verbunden ist. Daher appellierte Rittenauer bei der Generalversammlung eindringlich an die Spendenfreudigkeit der Freunde und Gönner, damit das neue Leben in den alten Mauern von Greillenstein noch intensiver gestaltet werden kann.


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