17.06.2002 | 00:00

Renovierung des Schlosses Reichenau

Nach der Landesausstellung 2003 Zentrum der Theaterkultur

„Spiegel der Welt – Theater der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert“ ist der Titel der Landesausstellung 2003. Sie findet im Schloss Reichenau statt, das sich im Besitz der Bader-Waissnix-Stiftung befindet. Die Nutzung obliegt der Marktgemeinde Reichenau. Die Landesausstellung ist unmittelbarer Anlass für die Adaptierung. Sie läuft bereits und erfordert einen Kostenaufwand von rund 2,9 Millionen Euro. Die NÖ Landesregierung beschloss eine Regionalförderung in der Höhe von 243.000 Euro sowie die Bereitstellung von EU-Fördermitteln.

In der Folge wird das Schloss weiterhin für kulturelle Zwecke mit dem Schwerpunkt Theater genutzt: Mit der Theatersammlung des Kunsthistorischen Museums soll eine Kooperationsvereinbarung geschlossen werden, wonach ab 2004 jährlich Sonderausstellungen stattfinden sollen. Sie orientieren sich am aktuellen Spielplan der Festspiele Reichenau und befassen sich mit der Entstehungsgeschichte der jeweiligen Stücke, zeigen historische Bühnenbildentwürfe, Rollenbücher, Theaterzettel, Plakate etc. Außerdem soll hier das Weltkulturerbe Semmeringbahn präsentiert werden. Der Veranstaltungssaal wird für den Reichenauer Musiksommer und für andere Kulturveranstaltungen genutzt.

Die Adaptierung des Schlosses und der Nebengebäude umfasst eine Dachsanierung, die Erneuerung der Fassaden sowie Elektrik, Heizung und sanitäre Anlagen. Rund um das Haus werden die Anlagen saniert und ein Parkplatz geschaffen.

Die Ursprünge des Schlosses Reichenau gehen auf das Jahr 1256 zurück. Es wurde als Wasserschloss erstmals erwähnt. Es befand sich Jahrhunderte lang im Besitz des Klosters Neuberg an der Mürz und wurde 1829 von der Industriellenfamilie Waissnix erworben und um einen Zubau ergänzt.


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