14.06.2002 | 00:00

Lilienfelder Ausstellung „cisto“ schöpft aus klösterlicher Fülle

Unbekanntes und nie Gezeigtes wird präsentiert

Das Prinzip „ora et la bora“ prägte den Tagesablauf der Zisterzienser, beflügelte aber auch den von Bernhard von Clairvaux begründeten Orden zu zahlreichen Klostergründungen in Europa am Rande oder inmitten undurchdringlicher Urwälder. Eine solche Gründung ist die Zisterzienserabtei Lilienfeld. In einer Ausstellung mit dem kurzen und prägnanten Namen „cisto“ beleuchtet das Kloster seine Rolle in der Besiedlung des Landes vor 800 Jahren und gibt Einblicke in noch nie in der Öffentlichkeit gezeigte Kostbarkeiten. Die Ausstellung wird im Rahmen des „Klösterreiches“ bis 27. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr gezeigt.

Zunächst geht es um die Ordensgründung und Besiedlung Lilienfelds. Wesentlicher Inhalt ist auch das Pilgertum: Lilienfeld liegt an der klassischen Via Sacra von Wien nach Mariazell. Die bisher unbekannten Exponate stammen aus der barocken Bibliothek, aus der Galerie und aus den naturkundlichen Sammlungen. Hervorragende Stücke befinden sich auch in der Bildergalerie, in der Geschirrkammer und im Kupferstichkabinett.

Beantwortet wird auch die Frage nach dem Leben der Mönche, vom Schlafen, Essen, von der Kleidung, der Sprache und dem Schreiben sowie auch vom Gebet und dem Rhythmus des Lebens. Motto der Ausstellung ist „Aus der Fülle schöpfen und beschränken auf den Kern“, ein Motto, das auch den Intentionen des Vereines Klösterreich voll entspricht. Es gibt Spezialführungen zum Thema Architektur, Musik, Pilgertum, auch Kinderführungen sind vorgesehen.

Anfragen sind unter der Telefonnummer 02762/5505 möglich.


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