05.06.2002 | 00:00

In NÖ gegenüber Vorjahr mehr Jugendliche arbeitslos

Schabl: Berufsausbildungsfonds als Unterstützung

Mit 31. Mai seien in Niederösterreich 4.695 Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gewesen. Gegenüber Mai 2001 bedeute dies eine Steigerung von 21,2 Prozent, sagte gestern Zweiter Landtagspräsident Emil Schabl bei einer Pressekonferenz im Landhaus in St.Pölten. „Die Situation hat sich also gegenüber dem Vorjahr verschlechtert“, meinte Schabl. Die Jugendarbeitslosigkeit und die Lage der Menschen im Lehrlingsalter seien alarmierend. 557 Jugendliche unter 19 Jahren seien derzeit ohne Arbeit. „Viele Betriebe bilden überhaupt keine Lehrlinge aus, andere wiederum nur jene, die sie selbst dringend brauchen.“ Jugendarbeitslosigkeit sei jedoch die gefährlichste Form der Arbeitslosigkeit, denn die 15- bis 25-jährigen sollten in dieser Zeit ihre Existenz aufbauen.

530 Lehrstellensuchende gebe es derzeit, um 120 oder 29,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, sagte Schabl. Mit Schulschluss würden in Niederösterreich wieder junge Menschen auf den Markt drängen und rund 400 eine Lehrstelle suchen und keine finden. Eine Möglichkeit zu helfen sieht er in einer Unterstützungsabgabe, die jene Firmen treffe, die nicht ausbilden und die sie für Betriebe zahlen, die Lehrlinge haben. „Wir können etwa einen Berufsausbildungsfonds unterstützen“, so Schabl, der in Niederösterreich zwischen 7,27 und 10,9 Millionen Euro im Jahr als Starthilfe benötige. Auch die öffentliche Hand, also der Staat, müsste hier beitragen. Mit Steuerfreibeträgen sei dieses Problem jedoch nicht zu bewältigen. Einen entsprechenden Antrag kündigte Schabl für die Budgetsitzung des NÖ Landtages an, die in der zweiten Junihälfte stattfindet.


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