27.05.2002 | 00:00

LR Plank besuchte Slowakische Republik

Zusammenarbeit bei Biomasse und Trockengebieten

Die engere Zusammenarbeit in den Bereichen Biomasse und Landbewirtschaftung von Trockengebieten sowie die EU-Erweiterung waren die zentralen Themen des eineinhalbtägigen Besuches von Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank in der Slowakischen Republik am vergangenen Mittwoch und Donnerstag. Bei seinen Gesprächen mit dem slowakischen Landwirtschaftsminister P. Koncos und dem Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, I. Rosival, wurde vereinbart, in der Slowakei eine gemeinsame Biomasse-Beratungsstelle einzurichten und Maßnahmen zur Bewirtschaftung von Trockengebieten im Weinviertel, in der Slowakei und in Tschechien in Angriff zu nehmen. Der Vorschlag Planks, für diese Vorhaben einen ständigen Ausschuss einzurichten, dem von jeder Seite vier bis fünf Experten angehören sollten, wurde von slowakischer Seite äußerst positiv aufgenommen.

Diese Expertengruppen sollten vor allem Detailfragen der gemeinsamen Finanzierung klären, damit diese Projekte rasch umgesetzt werden können. Rosival wies darauf hin, dass es in der Slowakischen Republik zwar einige einzelne Initiativen, aber kein Gesamtkonzept im Bereich Biomasse gebe. Durch eine gemeinsame Beratungsstelle könnte die Zersplitterung in zahlreiche Einzelinitiativen verhindert werden. Die Slowakische Republik ist vor allem auch an Finanzierungs- und Förderungsmodellen, wie sie in Österreich praktiziert werden, interessiert.

Bei der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung von Trockengebieten handelt es sich um ein INTERREG III-Projekt zwischen Niederösterreich, der Slowakei und eventuell Tschechien, das noch heuer in Angriff genommen werden und bis Ende 2004, spätestens Mitte 2005 realisiert sein soll. Dabei geht es um Erosionsschutz, den Anbau von Heil- und Gewürzpflanzen, Landschaftsgestaltung sowie ein gemeinsames Ausbildungsprogramm mit Schwerpunkt Trockenheit.

Zur EU-Erweiterung stellte Koncos fest, er hoffe auf einen Beitritt der Slowakei bis 2004. 65 bis 70 Prozent der slowakischen Bevölkerung befürworten einen Beitritt. In den EU-Ländern sei eine stärkere Skepsis zur Erweiterung spürbar, „doch der Beitritt der Kandidatenländer werde nicht so schmerzhaft sein, wie manche glauben“. Plank nannte das gesteckte Ziel des Beitritts bis 2004 als „sehr ehrgeizig, wichtig ist aber, dass alle notwendigen Schritte gesetzt werden“. Für den Beitritt müsse gelten: Qualität vor Geschwindigkeit, wichtig sei es, verlässliche Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft über Jahre zu haben. Dazu gehört die Frage der Finanzierung ebenso wie Quoten und Standards.

Plank besichtigte während seines Aufenthaltes mehrere landwirtschaftliche Betriebe, darunter den mit 70 Hektar größten slowakischen Spargel-Anbaubetrieb in Velke Levare, eine Landwirtschaftsgenossenschaft mit Rinder- und Schweinehaltung sowie Pflanzenproduktion in Dunaj Rusovce sowie einen Obstanbaubetrieb mit 60 Hektar in Dunajska Luzna. „Ich muss den Betrieben hohes Lob für ihre Professionalität, Kreativität und gutes Marketing aussprechen“, so Plank.


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