27.05.2002 | 00:00

„Politische Arbeit, die wir den nächsten Generationen schuldig sind“

LH Pröll besucht Weinviertler Dorferneuerungsprojekte

Es sei ihm ein Anliegen, in regelmäßigen Abständen in allen Landesvierteln die Dorferneuerungsprojekte zu besichtigen, sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Freitag bei einer Tour durch das Weinviertel. Es sei wichtig, dass die Dorferneuerung, eine der bedeutendsten Bewegungen in Niederösterreich, mit neuen Projekten und Initiativen ständig in Schwung bleibe. Die Dorferneuerung dürfe nie selbstverständlich werden. Es handelt sich dabei um eine politische Arbeit, die man den nächsten Generationen schuldig sei. Es gebe nichts Schöneres, als die eigene Heimat selbst zu gestalten. Lebensqualität ließe sich nicht von oben verordnen, sondern werde mit viel Herz, Gespür und Liebe selbst gestaltet. Wo Heimatliebe zuhause sei, könne man vom richtigen Weg nicht abkommen, so Pröll.

In Niederösterreich sind 450 Dorferneuerungsorte und 16 Städte in der Dorf- und Stadterneuerungsaktion aktiv. Im Vorjahr wurden 340 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 5,7 Millionen Euro gefördert. Dadurch wurde ein Investitionsvolumen von 26,5 Millionen Euro freigesetzt. Durch freiwillige Mitarbeit werden pro Jahr über 200.000 Stunden für die Entwicklung der Dörfer und Städte geleistet. Die Projektbilanz des Weinviertels für 2001: rund 70.000 Stunden freiwillige Arbeitsleistung der Dorferneuerungsvereine, 83 Projekte, rund 1,5 Millionen Euro Förderung bzw. 5,4 Millionen Euro Investitionen.

In Unterthern wurde das Dorfcasino und in Oberthern das Dorfzentrum präsentiert. Beide Orte gemeinsam bilden zudem im Hinblick auf die Landesausstellung 2005 in Kleinwetzdorf („7000 Jahre bäuerliche Kultur“) das Themendorf „Weidendorf“. Ein Weidenspielplatz wurde gestaltet, Weidenfeste werden abgehalten, Produkte aus Weiden hergestellt und ein Weidengarten zeigt die verschiedenen Weidenarten.

In Oberfellabrunn, wo zuletzt die Weinkeller in der Kellergasse wieder ihr typisches Weinviertler Erscheinungsbild erhielten, wird das Gemeinschaftshaus um einen „Theaterstadl“ erweitert. Als Besonderheit wird auch eine „Seebühne“ im angrenzenden Feuchtbiotop errichtet. In Oberfellabrunn wurde zudem auch das GymRadio Hollabrunn präsentiert, das sich als freies multikulturelles Lokalradio vor allem für die Jugend im „Land um Hollabrunn“ und dem „Retzer Land“ versteht.

Im Rundangerdorf Hanfthal wurden ein naturnaher Abenteuerkinderspielplatz, das neu adaptierte Museum, der Marienpark, der ausgebaute Dorfsaal im Feuerwehrhaus, die Kellergassen Brunn-Beri und der Natur- bzw. Nassgarten „G‘stätten-Graben“ vorgestellt.

In Hagendorf schließlich sind die Highlights der Dorferneuerung ein privates Dorfmuseum, eine funktionstüchtige „Lebende Drechslerwerkstatt“ und ein neuer Spielplatz. Geplant sind unter anderem die Neugestaltung des Kellerberges und der Ausbau des regionalen Radwegenetzes.


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