24.05.2002 | 00:00

Onodi: Weichenstellung durch „Biosphärenpark Moravia“

Machbarkeitsstudie steht kurz vor ihrer Fertigstellung

Bereits Ende Juni soll das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie zum geplanten Biosphärenpark Moravia vorliegen. Der Distelverein aus Deutsch-Wagram hat diese Studie in Auftrag gegeben, um die naturnahen Gegebenheiten zu überprüfen, die regionalwirtschaftliche Entwicklung zu konzipieren und einen Zeit- und Managementplan zu erarbeiten. Auch soll in der Studie geklärt werden, ob sich die Region für einen Biosphärenpark engagieren will und ob die Anforderungen für die Anerkennung durch die UNESCO erfüllt werden. Das Land Niederösterreich hat für dieses Projekt eine Förderung in der Höhe von 34.883 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereit gestellt. Bei einer Exkursion durch den geplanten Park im Weinviertler Dreiländereck gestern, Donnerstag, zeigte sich die NÖ Naturschutzreferentin, Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, von der Schönheit der einmaligen Landschaftsmischung beeindruckt: „Die March-Thaya-Auen, die angrenzenden Sandberge und die Kalkklippen stellen ein buntes Mosaik an verschiedensten Naturräumen dar, das unseres Schutzes bedarf. Mit dieser Studie ist ein erster großer Schritt zur möglichen Realisierung des Biosphärenparks Moravia getan.“

Ein Biosphärenpark soll drei Funktionen erfüllen: Er soll Landschaften, Arten, genetische Variationen und Ökosysteme schützen, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung fördern und ein bevorzugter Ort für Forschung und Beobachtung der Umwelt sein. Onodi weiter: „Mit dem Park entlang von March und Thaya würde Österreich über sechs Biosphärenparks verfügen, in Niederösterreich wäre es der erste. Die Anerkennung eines Biosphärenparks durch die UNESCO ist wie ein Gütesiegel. Sie stellt eine zukunftsweisende Weichenstellung für einen einzigartigen Naturraum dar. Maßgeblich ist jedenfalls, das die Entwicklung der Region, wie beispielsweise der Ausbau der Infrastruktur, nicht behindert wird. Gerade die Grenzregion braucht in den nächsten Jahren den Ausbau der Verkehrswege, die March-Region vor allem die Schaffung neuer Grenzübergänge. Dies alles muss trotz der Notwendigkeit des Natur- und Umweltschutzes gesichert sein.“


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