23.05.2002 | 00:00

Prokop: Nein zur aktiven Sterbehilfe

NÖ fördert Hospizeinrichtungen

„Ein klares Nein zur aktiven Sterbehilfe. In Niederösterreich setzen wir auf Sterbebegleitung“, betont Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Das kürzlich beschlossene, sehr liberale Sterbehilfegesetz in Belgien regte auch die Diskussion in Österreich wieder an. „Notwendig sind Hospiz- und Palliativ(=Schmerz)einrichtungen. Es geht darum, die Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt bestmöglich zu begleiten“, unterstreicht Prokop. Viele Menschen, seien es Betroffene, Angehörige, professionelle aber auch ehrenamtliche Mitarbeiter in der Hospizbewegung haben die Erfahrung gemacht, dass nur ganz wenige todkranke Patienten die Selbsttötung wählen würden. In Österreich wird in Kürze die Familien-Hospizkarenz im Nationalrat beschlossen, wo durch eine Karenzierung die Grundlage geschaffen wird, dass Angehörige ihre Familienmitglieder, die sich im letzten Lebensabschnitt befinden, besser begleiten können.

Prokop: „Eine klare Antwort auf die Gesetzesinitiative in Belgien. In Niederösterreich ist in den letzten Jahren mit tatkräftiger Unterstützung des Landesverbandes Hospiz und der Hospizplattform St.Pölten ein immer tragfähigeres Netz mit derzeit schon 15 regionalen Hospizinitiativen, vier stationären Hospizen in den Pflegeheimen Melk, Tulln, Wiener Neustadt und Horn und vier palliativen Pilotprojekten in den Krankenhäusern Waidhofen an der Thaya, Scheibbs, Gmünd und Lilienfeld geknüpft worden. Denn wie es Karin Leiter, die Mitbegründerin der Hospizbewegung in Österreich erst kürzlich bei ihrer Buchpräsentation „(K)eine Zeit zum Sterben. Euthanasie, Problem oder Lösung?“, erschienen im Tyrolia-Verlag, im Stift Melk formuliert hat: „Die Betreuung und Begleitung schwer kranker, sterbender, alter, chronisch kranker Menschen ist eine Bringschuld der menschlichen Gesellschaft an sich selbst und damit eine politische Verpflichtung ersten Ranges!“


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