23.05.2002 | 00:00

Ausbau der S 5 zwischen Tulln – Frauendorf läuft auf Hochtouren

LH Pröll: Bereits im Sommer Baubeginn für nächsten Abschnitt

Die Arbeiten für den vierspurigen Ausbau der S 5, der ehemaligen B 304, zwischen Tulln und Frauendorf laufen bereits seit Monaten auf Hochtouren: Seit heute wird der gesamte Verkehr auf dem rund 12 Kilometer langen Abschnitt auf der neuen Fahrbahn in Richtung Wien geführt, um nun die Fahrbahn in Richtung Krems sanieren, verbreitern und mit einer neuen Asphaltdecke versehen zu können. Noch im Herbst dieses Jahres wird der Abschnitt Tulln – Frauendorf provisorisch für den Verkehr freigegeben. Gleichzeitig wird eine durchgehende Mitteltrennung in Form einer 1,20 Meter hohen Betonleitwand errichtet, um Unfälle mit dem Gegenverkehr zu verhindern. Diese Betonleitwand dient auch dem Donauhochwasserschutz und wurde gemeinsam mit dem Wasserverband Tullnerfeld geplant und gebaut.

Für Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ist der rasche Ausbau der S 5 nicht nur im Interesse der Verkehrssicherheit, sondern auch für die Konjunkturbelebung notwendig. „Mit der raschen Realisierung wollen wir für zusätzliche Impulse in der Bauwirtschaft sorgen.“ Im Zuge des vierspurigen Ausbaus – pro Fahrtrichtung stehen damit je zwei Fahrstreifen mit einer Gesamtbreite von 11,50 Meter inklusive eines Abstellstreifens zur Verfügung – mussten weiters fünf Wirtschaftswegüberführungen und zwei Parkplätze errichtet werden. Der durchschnittliche tägliche Verkehr liegt derzeit bei 15.000 Kraftfahrzeugen, für 2010 werden bereits 18.000 Fahrzeuge prognostiziert. Die Gesamtkosten für den 12 Kilometer langen Abschnitt werden mit 33 Millionen Euro beziffert.

Bereits im Sommer dieses Jahres werden außerdem die Arbeiten für den rund 7 Kilometer langen Abschnitt zwischen Frauendorf und Kollersdorf in Angriff genommen. Die Grundablösen sind bereits großteils abgeschlossen, derzeit wird an der Ausschreibung gearbeitet. Die Verkehrsfreigabe ist für 2004 vorgesehen. Die Kosten für diesen Abschnitt belaufen sich auf 21,6 Millionen Euro.

Auch die Planungen für die weiteren Abschnitte sind bereits angelaufen. Derzeit wird für den rund 5 Kilometer langen Abschnitt Kollersdorf – Grafenwörth das Einreichprojekt erarbeitet, die Umweltverträglichkeitsprüfung soll 2003 erfolgen. Mit dem Baubeginn des 30 Millionen Euro-Vorhabens wird 2004 gerechnet, die Fertigstellung ist für 2005/2006 vorgesehen. Im Zeitraum zwischen 2005 bis 2009 soll auch die Donaubrücke Traismauer mit Anschluss an die S 33 errichtet werden. Die Kosten für dieses Bauvorhaben sind mit 96 Millionen Euro veranschlagt.


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