15.05.2002 | 00:00

Mobile Jugendarbeit wird in Niederösterreich ausgebaut

Neue Einrichtung in Wiener Neudorf

Die mobile Jugendarbeit (Streetwork) in Niederösterreich wird weiter ausgebaut. Gestern Abend eröffnete Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop in Wiener Neudorf eine Anlaufstelle für Jugendliche. „MOJA“ (Mobile Jugendarbeit) ist im Jugendtreff am Eumigweg 1 untergebracht, wird vom Verein Tender betrieben und ist neben „Nordrand“ in St.Pölten und „Rumtrieb“ in Wiener Neustadt eines von drei Pilotprojekten. Die Mitarbeiter der Einrichtung betreuen die Jugendlichen direkt in ihrem unmittelbaren Lebensraum, also Szenetreffs, Parks, Discotheken oder anderen Treffpunkten. Streetwork zielt darauf ab, gefährdeten Jugendlichen unter die Arme zu greifen. Drogenprobleme, Gewalt oder Kriminalität sollen im Vorfeld abgefangen werden. Im Bezirk Mödling wurden von März 2001 bis März 2002 fast 900 Jugendliche von den Jugendtreffs intensiv betreut. Themenschwerpunkte waren Freizeit, Schule, Arbeit und Drogen.

Das Land Niederösterreich unterstützt Präventionsprojekte und Streetwork im heurigen Jahr mit rund 1,3 Millionen Euro. „Die mobile Jugendarbeit hat sich bisher bestens bewährt“, betonte Prokop. Vor allem die Suchtvorbeugung sei ein wichtiger Schwerpunkt. Es gehe hier vor allem darum, die Persönlichkeit der Jugendlichen zu stärken. Prokop: „Die Prävention ist eine wichtige Säule in der Arbeit mit Jugendlichen.“


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