15.05.2002 | 00:00

Umfahrungsstraßen für die Orte entlang der B 17

LH Pröll: Als Sofortmaßnahme gibt es ein Lkw-Durchfahrverbot

Die Orte entlang der B 17 zwischen Wiener Neustadt und Oeynhausen sollen möglichst rasch vom Verkehr entlastet werden. Als Sofortmaßnahme wurde deshalb von der NÖ Landesregierung in ihrer gestrigen Sitzung ein Lkw-Durchfahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen auf der B 21a für den Bereich Felixdorf sowie für die Ortsdurchfahrten von Oeynhausen, Günselsdorf, Sollenau und Traiskirchen im Zuge der B 17 beschlossen. „Wir erwarten uns von dieser Maßnahme, die demnächst in Kraft treten wird, eine Reduktion des Schwerverkehrs in den Orten von bis zu 60 Prozent“, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Anschluss an die Regierungssitzung. Als weiteren Schritt kündigte der Landeshauptmann die Errichtung von Ortsumfahrungen für die betroffenen Gemeinden an. Für die dafür notwendige Umweltverträglichkeitsprüfung müssen jedoch auf Grund des dort vorhandenen Naturschutzgebietes (Natura 2000) zunächst die naturschutzrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Pröll: „Ich erwarte mir, dass das für Naturschutzangelegenheiten zuständige Regierungsmitglied möglichst rasch die Weichen dafür stellt, damit bereits im Jänner 2003 mit der Umweltverträglichkeitsprüfung begonnen werden kann und es somit ‚Grünes Licht‘ für dieses Projekt gibt.“ Man müsse in Brüssel klar machen, dass hier raschest ein Ausgleich zwischen Natur und Entlastung der Bevölkerung geschaffen werden muss.

Für den Landeshauptmann ist aufgrund der enormen Beeinträchtigung der Bevölkerung durch den Verkehr und des „unerträglichen verbalen Schlagabtausches“ der letzten Monate zwischen den Parteien wegen der derzeitigen Situation in der Region rasches Handeln unbedingt erforderlich. Immerhin rollen derzeit täglich rund 14.000 Pkw und rund 2.800 Lkw durch die Orte – Tendenz steigend. Pröll: „Ich rechne damit, dass nach Vorliegen der naturschutzrechtlichen Voraussetzungen die Umweltverträglichkeitsprüfung innerhalb eines Jahres abgeschlossen und somit bereits Anfang 2004 mit dem Bau der Umfahrungen begonnen werden kann.“ Insgesamt sind im Zuge der Neutrassierung der B 17 in diesem Abschnitt Umfahrungsstraßen mit einer Gesamtlänge von rund 12 Kilometern, die auch zu einer wesentlichen Reduktion der Lärmbelastung und der Schadstoffemissionen sowie zu mehr Sicherheit und Lebensqualität in den Orten beitragen sollen, vorgesehen. Die Kosten dafür bezifferte der Landeshauptmann mit rund 57 Millionen Euro.


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