14.05.2002 | 00:00

Altmanni-Reliquienschrein im Stift Göttweig restauriert

Passauer Bischof hatte große Verdienste um Landesentwicklung

Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten am Reliquienschrein des Göttweiger Klostergründers, des Heiligen Altmann-Bischof von Passau, kehrten jetzt die Reliquien im Rahmen einer Feierstunde wieder an ihren angestammten Platz in der Altmanni-Krypta unterhalb der Göttweiger Stiftskirche zurück. Die Arbeiten an dem kostbaren Reliquienschrein, einer Augsburger Goldschmiedearbeit aus dem Jahr 1688, hatten sich als unaufschiebbar erwiesen. Die Mittel wurden vom Stift selbst mit Unterstützung des Landes und der Österreichischen Gesellschaft der Denkmalfreunde sowie auch mit Hilfe von Sponsoren aufgebracht.

Die Gründung von Göttweig geht auf den Passauer Bischof Altmann zurück. Er wurde während des Investiturstreites aus Passau vertrieben und gründete um 1070 in Göttweig eine Burg und kurze Zeit später ein Augustiner-Chorherrenstift. Die Chorherren wurden aber schon nach einem Jahr durch Benediktiner aus dem Schwarzwald ersetzt. Die Gründungsurkunde des Stiftes Göttweig vom 9. September 1083 ist in der vorliegenden Fassung zwar eine Fälschung, doch ergibt sich aus anderen Urkunden, dass das Stift tatsächlich 1083 gegründet wurde. In Göttweig entstand auch die erste Lebensbeschreibung des Bischofs Altmann, der hier auch begraben wurde. Die „Vita Altmanni“ ist ein hervorragendes Beispiel für die Leistung der Schreibschule des Klosters.


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