14.05.2002 | 00:00

Waldviertler Spitäler rücken zusammen

Sobotka: Erster Schritt zu einem gemeinsamen Waldviertelklinikum

Die Waldviertler Krankenhäuser rücken zusammen: Die Spitäler von Gmünd, Zwettl und Waidhofen an der Thaya werden ab Juni mit den drei Standorten des Waldviertelklinikums Horn, Eggenburg und Allentsteig im kaufmännischen, medizinischen und pflegedienstlichen Bereich enger kooperieren. Bei gleichzeitiger Verbesserung in der Qualitätsversorgung können so Kosten gesenkt werden.

NÖGUS-Vorsitzender Mag. Wolfgang Sobotka will mehr Erfolg im Bereich der Kooperationen zwischen den Häusern einfahren: „Durch die Kooperation wird es möglich sein, in jedem Spital die Kosten um bis zu 15 Prozent zu reduzieren. Es geht hier um die Nutzung von Synergieeffekten. Gleichzeitig können durch diese enge Zusammenarbeit Parallel-Leistungen vermieden und so die Qualitätssicherung verbessert werden“, so Sobotka bei der Präsentation des Kooperationsvertrages.

In einzelnen Bereichen (Einkauf, Apotheke, Aus- und Weiterbildung/Training, Labor und Pathologie, Radiologie, medizinische Versorgung) werden verstärkt Kooperationsaufgaben wahrgenommen. So können bei Sicherstellung der Qualität und eines gemeinsam festgelegten Warenkorbes durch gemeinsamen Einkauf die Einkaufspreise gesenkt werden.

Zudem hat es bisher in keinem der Waldviertler Spitäler einen Apotheker gegeben. Gemeinsam ist das jetzt möglich: Ein Apotheker wird künftig die Spitäler Gmünd, Waidhofen an der Thaya, Zwettl und das Waldviertelklinkum betreuen und dabei nicht nur die Ärzte beraten, sondern für die Spitäler auch den Einkauf der Medikamente übernehmen.

„Für den Patienten bringt die Zusammenarbeit bestmögliche Versorgung. Der Patient wird an jenem Ort behandelt, an dem die höchste Dichte an Spezialisten vorhanden ist, wenn er ein komplexes Problem hat. Und dafür soll sich diese Kooperation auch rüsten, um wirklich ein gutes Angebot bieten zu können“, meint Sobotka abschließend.


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