15.05.2002 | 00:00

Sacher zur „Aktuellen Stunde“ im NÖ Landtag:

Besonders Niederösterreichs Norden hat viel aufzuholen

Die gleichmäßige Landesentwicklung und die gerechte Verteilung des Wohlstands sei nicht gegeben, sagte gestern SP-Klubobmann Landtagsabgeordneter Ewald Sacher in einer Pressekonferenz im Landhaus in St.Pölten. Die Regionen Niederösterreichs hätten sich im Gegenteil unterschiedlich entwickelt, begründete Sacher die „Aktuelle Stunde“ in der kommenden Landtagssitzung. Während sich die Befragten in einer Umfrage in den Bezirken Mödling mit 90 Prozent, Baden mit 85 Prozent, Wien-Umgebung mit 85 Prozent oder Wiener Neustadt mit 80 Prozent mit der Landesentwicklung bzw. mit dem Wirtschaftsstandort und den Arbeitsplätzen „sehr zufrieden“ zeigten, nehme nördlich der Donau und besonders in der Nähe zur Staatsgrenze dieser Grad der Zufriedenheit deutlich ab. Im Bezirk Gmünd, so Sacher, urteilten die Befragten, zur Zukunft ihres Heimatbezirkes befragt, den Wirtschaftstandort und die Arbeitsplätze betreffend, besonders pessimistisch: Die Hälfte aller Befragten stellte der Landesentwicklung für so entscheidende Bereiche ein schlechtes Zeugnis aus. Das Wohlstandsgefälle zu den Grenzbezirken sei aber auch durch die aktuellen Arbeitsmarktzahlen und den Unterschied zu den merklich höheren Durchschnittseinkommen in den Bezirken südlich von Wien belegt.

Auch der „Award of Excellence“, den Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll vor einiger Zeit in Stockholm als Auszeichnung für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich entgegennahm, bestätige dies: Niederösterreich sei nämlich als „Vienna Region“ ausgezeichnet worden. Diese Ehrung sei „natürlich ein Ansporn“, gelte aber den Umlandregionen der Bundeshauptstadt, „die restlichen drei Viertel unseres Bundeslandes sind davon deutlich entfernt“.

Die Sozialdemokraten hätten jedenfalls gute Vorschläge für eine gleichmäßige Entwicklung des Landes, wie etwa eine Neufassung des niederösterreichischen Landesverkehrskonzeptes mit Infrastrukturinvestitionen von rund 30 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020, finanziert aus Budget- und Mautmitteln.


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