13.05.2002 | 00:00

Österreichs Seilbahntechnik-Experten tagen in St.Pölten

550 Millionen Personenbeförderungen pro Jahr

Die jährlich stattfindende Expertenkonferenz für Seilbahntechnik wird im heurigen Jahr im Bundesland Niederösterreich abgehalten. Diese Veranstaltung findet am morgen, Dienstag, 14. Mai, und Mittwoch, 15. Mai, im Landhaus in St.Pölten statt. Die seilbahntechnischen Sachverständigen aus allen Bundesländern und des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie werden daran teilnehmen. Mit den jährlich stattfindenden Expertenkonferenzen soll vor allem ein Beitrag zur Beibehaltung des hohen Standards in der Seilbahntechnik in Österreich geleistet werden. Gleichzeitig wird diese Veranstaltung auch dazu genutzt, laufende Verbesserungen der Sicherheitsanforderungen vorzunehmen.

Die Kapazitäten der seilbahntechnischen Einrichtungen haben in Österreich ein fast unglaubliches Maß erreicht. Alle Lifte in Österreich zusammen haben eine Förderkapazität von 2,7 Millionen Personen pro Stunde, theoretisch könnte damit in nur drei Stunden die gesamte österreichische Bevölkerung auf die Berge gebracht werden. Die österreichischen Seilbahnen führen pro Jahr etwa 550 Millionen Personenbeförderungen durch und gelten als sichere Verkehrsmittel. Auch deshalb, da in Österreich detaillierte Vorschriften die Errichtung und den Betrieb von Seilbahnen regeln.

Ein wichtiger Punkt der Beratungen ist die Erhöhung der Sicherheit der Anlagen für die Beförderung von Kindern. Durch spezielle Konstruktionsanforderungen und Überwachungseinrichtungen sowie durch die Festlegung angepasster Vorschriften muss auf diesem Gebiet ständig eine Verbesserung durchgeführt werden. Ebenso werden Erfahrungen über die ständig auf den Markt kommenden Neuerungen ausgetauscht, damit frühzeitig eventuell notwendige Sicherheitsanforderungen festgelegt werden können.

Im Zuge der Expertenkonferenz werden auch Brandschutzmaßnahmen bei Seilbahnen und Sesselliften behandelt. Die Thematik geht dabei über die unterirdischen Seilbahnen hinaus, es werden auch Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes für alle oberirdischen Anlagen erörtert. Zusätzlich steht derzeit die Umsetzung der EU-Richtlinie für Seilbahnen bevor. Es ist auch Aufgabe der seilbahntechnischen Sachverständigen, dass in den EU-Normen der derzeit hohe österreichische Sicherheitsstandard seine Verankerung findet.


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