08.05.2002 | 00:00

Zeitreisen, Chroniken, Alltagsgeschichten und neuen Medien

Die kulturelle Seite der NÖ Dorferneuerung

„Dorferneuerung ist nicht nur eine Sache großer Bauprojekte, sondern ganz besonders ein gemeinsames Arbeiten und Entdecken der bescheidenen, aber wichtigen Dinge im Leben unserer Heimat.“ Diesem Motto getreu befasst sich die NÖ Dorferneuerung nicht nur mit baulichen Veränderungen, sondern verteilt ihre Förderungsmittel auch an diverse kleinere und größere Projekte zur Kulturgeschichte mancher Orte.

Um diese kulturellen Projekte auch tatsächlich umsetzen zu können, bedarf es zahlreicher freiwilliger Mitarbeiter, die bereit sind, Tausende unbezahlte Arbeitsstunden zu leisten. Diesen freiwilligen Einsatz unterstützt das Land Niederösterreich immer wieder mit Mitteln aus der Dorferneuerung. Dabei werden mit vergleichsweise bescheidenen Beträgen wichtige Projekte ermöglicht, die zur Stärkung der örtlichen Identität und des Gemeinschaftslebens beitragen oder die Kommunikation zwischen den Ortsbewohnern fördern.

So wurde das Erlauftal auf diesem Weg durch die Ausstellung „Eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert“ in Stock-Zehnbach bereichert. Der Club Neupölla im Waldviertel konnte einen neuen Prospekt für das „Erste österreichische Museum für Alltagsgeschichte“ erstellen, während der Dorferneuerungsverein Hofamt Priel in einen Bildband „Alte Ansichten“ bzw. Hollenbach in eine Festschrift investierten. Für das Archiv in Großschönau sowie für den Verschönerungs- und Wanderverein Sallingstadt und Umgebung konnte jeweils eine Präsentations- und Dokumentationsausstattung organisiert werden. In der Nachbarregion Weitra wurde ein Bildkalender über das „Waldviertler Oberland“ aufgelegt.

Besonders aktiv war auch der Dorferneuerungsverein Allentsgschwendt in der Marktgemeinde Lichtenau. Dort wagt man einen Blick zurück und setzt gleichzeitig einen Schritt nach vorne. So schien es dem Verein zu schade, die Ortschronik mit interessanten Aufzeichnungen ab dem Jahr 1834 in einer Schublade verschwinden zu lassen, weshalb in mühevoller Arbeit eine Abschrift erstellt wurde, die nun mit Unterstützung der NÖ Dorferneuerung in einer bebilderten „Chronik für die Schule Allentsgschwendt“ veröffentlicht wurde.

Das Gebäude dieser nunmehr „Alten Schule“ wird zudem als Gemeinschaftshaus bzw. für Veranstaltungen genutzt. Vor kurzem konnte der Verein außerdem einen Computer erwerben, der die Gestaltung der Dorfzeitung sowie von Einladungen des Vereins etc. erleichtert. Der PC wird auch von zahlreichen anderen Gruppen des Ortes zum Texten, Spielen und „Surfen“ genutzt, wobei durchaus auch bei Angehörigen reiferer Semester das Interesse für neue Medien geweckt wurde.

Nähere Informationen: Landesgeschäftsstelle für Dorferneuerung, Telefon 02952/ 9025-11201, Dipl.Ing. Karl Trischler, e-mail karl.trischler@noel.gv.at.


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