07.05.2002 | 00:00

Passivhaus-Info-Veranstaltung im NÖ Landhaus

Experten präsentierten Konzepte und diskutierten Möglichkeiten

Je geringer der Energiebedarf bei Häusern, desto höher ist die Wohnbauförderung in Niederösterreich. Damit setzt Niederösterreich zukunftsorientierte Akzente sowohl beim Klimaschutz als auch beim sozial verträglichen Wohnen durch intelligente Einbeziehung der Heizkosten bzw. des Heizbedarfes. Deshalb soll auch die Errichtung von Passivhäusern forciert werden. Das Land Niederösterreich, die ARGE Erneuerbare Energie und die Gemeinschaft Dämmstoff Industrie luden gestern Abend zu einer Veranstaltung ins Landhaus in St.Pölten, bei der zwei Top-Leute die neuesten Entwicklungen des Passivhaus-Konzeptes präsentierten. Wolfgang Feist, Leiter des Passivhaus-Institutes Darmstadt, der das Passivhaus vor 20 Jahren entwickelt hat, und Helmut Krapmeier, Solar-Architekt vom Energieinstitut Vorarlberg, erläuterten gemeinsam die Grundzüge des Passivhaus-Konzeptes und zeigten europaweit gebaute Beispiele von Passivhäusern.

Im Anschluss daran fand eine Podiumsdiskussion statt, bei der auch Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop und Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank teilnahmen. Für Prokop ist beim Hausbau bzw. bei der Sanierung ein Mindestmaß an energetischer Vorsorge eine absolute Notwendigkeit, diese Maßnahmen werden auch entsprechend gefördert. Mit der Einbeziehung des Passivhauses in die neue Wohnbauförderung komme die Landesregierung der immer größer werdenden Nachfrage nach Passivhaus-Technologien nach und forciere damit gleichzeitig technologische Innovationen. „Die Kapazität und der Bedarf dafür sind auf jeden Fall vorhanden“, so Prokop. Enormes Potenzial in der energetischen Sanierung gebe es vor allem aber im Althausbereich.

Plank sieht in der Ökologisierung der Wohnbauförderung so wie Prokop auch den Aspekt der Nachhaltigkeit. Durch den Einsatz von erneuerbarer Energie könne in den Regionen enorm viel bewegt werden. Mit der Errichtung von Passivhäusern werde außerdem der Baustoff Holz immer interessanter. Für Plank ist es nun wichtig, die Professionisten und das Baunebengewerbe in der Region verstärkt für diese Ideen zu gewinnen.


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