15.04.2002 | 00:00

Wienerwald als „Biosphärenpark“?

Pröll: Schützen und zugleich nützen

Mehr als 300 Veranstaltungen werden heuer in Wien und Niederösterreich zum Jubiläum „1000 Jahre Wienerwald“ über die Bühne gehen, betonten am Freitag in einer gemeinsamen Pressekonferenz im Wiener Rathaus Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bürgermeister Dr. Michael Häupl. Gleichzeitig unterstrichen sie, dass die Zielsetzungen weit über das Jahr 2002 hinausgehen. So haben die beiden Länder gemeinsam eine Studie in Auftrag gegeben, die bis zum Herbst vorliegen soll und unter anderem das Modell „Biosphärenpark“ untersucht. Derzeit gibt es weltweit 411 Biosphärenreserverate in 94 Ländern. Sie sind keine „Natur-Reservate“, sondern gelebte Modelle für ein ressourcenschonendes und nachhaltiges Wirtschaften und Leben, wobei Entwicklungen und Neuerungen ohne Naturzerstörung verlaufen.

Im Sinne dieser Zielsetzung kündigte Landeshauptmann Pröll eine weitere Initiative an. Nach dem Beispiel der Energiespargemeinden, vor allem des erfolgreichen Modells Langenlois, wird ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Experten und Bürger sollen ihre Vorstellungen einbringen, wie die Umweltbelastungen gesenkt und gleichzeitig die Mobilität gewahrt werden kann. Pröll bezeichnete den Wienerwald als „größten Stadtpark der Welt“. Es gehe darum, dieses Juwel zu schützen und gleichzeitig zu nützen.

Bürgermeister Häupl unterstrich die Bedeutung des Wienerwaldes für die Bundeshauptstadt, obwohl nur 6 Prozent auf Wien und 94 Prozent auf Niederösterreich entfallen. Die gemeinsamen Initiativen zum Jubiläumsjahr und darüber hinaus sieht er gleichzeitig als Zeichen der kulturellen und menschlichen Verflechtung zwischen der Stadt und ihrem Umland. Im Vordergrund müsse, wie schon bisher, der Schutz des Wienerwaldes stehen.


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