12.04.2002 | 00:00

Mikrosystemtechnik in NÖ-Süd

Ein Schwerpunkt der Technologieoffensive

Neben dem bereits in der Region Krems entwickelten Schwerpunkt „Biotechnologie“, der bereits Erfolge im Bereich von Industrieansiedlungen zeigt, wird mit Schwerpunkt NÖ Süd auf Basis der Aktivitäten des Technologie- und Forschungszentrums Wiener Neustadt und der Gruppe IMA (Integrated Microsystems Austria) ein weiterer Technologie-Schwerpunkt Mikrosystemtechnik aufgebaut. „Das Land Niederösterreich wird im Rahmen seiner Technologieoffensive die Entwicklung dieser Schwerpunkttechnologie am Standort Wiener Neustadt mit kompetenten Projektpartnern unterstützen“, stellt dazu Landesrat Ernest Gabmann fest.

Die traditionsreiche Industrieregion NÖ Süd muss sich im Hinblick auf die EU-Erweiterung durch Wettbewerbsfähigkeit im High-Tech-Bereich positionieren, um die Region nicht nur strukturell zu verbessern, sondern sie zum Zentrum im mitteleuropäischen Donauraum weiter zu entwickeln. Mit der Technologie Mikrosystemtechnik steht, wie die internationale Entwicklung der letzten 10 Jahre in fast allen Industrieländern der Welt zeigt, ein branchenübergreifendes Technologieinstrumentarium zur Produktverbesserung und zur Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zur Verfügung. Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologie sind insbesonders im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen gegeben.

Weltweit stellt die Mikrosystemtechnik eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts dar. Viele Produkte der Mikrosystemtechnik sind unverzichtbare High-Tech-Bestandteile des täglichen Lebens geworden: Mit dem Airbag-Sensor, den ABS- und ESP-Systemen wurden im Automobilbereich neue Sicherheitsstandards gesetzt, Minimalinvasive Instrumente haben die Chirurgie revolutioniert, Mini-Harddisks für die Datenspeicherung machen Notebooks und Digitalkameras kleiner, leistungsfähiger und zuverlässiger.

Im Technologie- und Forschungs-Zentrum Wiener Neustadt hat sich seit 1996 ein Kompetenzzentrum für Mikrosystemtechnik entwickelt, das sich nunmehr zu einer Arbeitsgemeinschaft unter dem Titel Integrated Microsystems Austria (IMA) zusammengeschlossen hat. Forschungsgruppen der Fachhochschule Wiener Neustadt, der Technischen Universität Wien und den Austrian Research Centers Seibersdorf bündeln ihre Expertisen und erzeugen Synergien.

Mit IMA entsteht für die mittelständische Wirtschaft und industrielle Unternehmungen der Region ein High-Tech-Forschungszentrum, das den Zugang zu einer der wichtigsten Schlüsseltechnologien anbietet. Die technologischen Impulse, die das Land Niederösterreich setzt, werden über die Grenzen der Region hinaus in ganz Österreich ihre Wirksamkeit entfalten. Durch das multilaterale Netzwerk von IMA ist die Anbindung an die internationale Mikrosystemtechnik-Szene gewährleistet.

IMA ist insbesonders als Kompetenzzentrum für Mikrosystemtechnik Anbieter von High-Tech-Dienstleistungen positioniert. Den Unternehmen des Landes wird die Chance eröffnet, ihre aktuellen Produkte aufzuwerten. Durch den Einstieg in die Mikrosystemtechnik sind darüber hinaus völlig neue, innovative Produktentwicklungen möglich, die einen Aufstieg auf der Qualitätsleiter und eine Neupositionierung in den Märkten ermöglichen.

Derzeit werden Verhandlungen mit der Technologiestadt Dortmund (Nordrhein-Westfalen) aufgenommen, um eine Partnerschaft zum Projekt MST-factory mit dem Technologiestandort Wiener Neustadt zu entwickeln. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Weltneuheit, die insbesonders klein- und mittelständischen Unternehmungen aber auch Unternehmensgründern kostengünstigen Know-how-Zugang zu personellen und gerätetechnischen Infrastrukturen im Bereich der Schlüsseltechnologie Mikrosystemtechnik ermöglicht.

Mit der Schwerpunktsetzung Mikrosystemtechnik nimmt das Land Niederösterreich innerhalb Österreichs eine Poleposition ein und will niederösterreichischen Betrieben erstmalig direkten und regionalen Zugang zur Nutzung dieser Schlüsseltechnologie ermöglichen. Da die Fachhochschule Wiener Neustadt zu dieser Thematik FH-Studiengänge anbietet, kann auch eine umfassende Palette von Aus- und Weiterbildungsmodulen in diesem Fachgebiet angeboten werden.

Die Gruppe IMA wird sich anlässlich des Schwerpunktes Mikrosystemtechnik auf der größten Industriemesse der Welt – der Hannover Messe – der internationalen Forschungs- und Industriewelt Mitte April vorstellen.

Weitere Informationen: IMA-Team, c/o TFZ Wiener Neustadt, Viktor Kaplan-Straße 2, Telefon 02622/22859-12, Fax 02622/22859-17, e-mail office.tbzm@ogms.at, Univ.Doz. Dipl.Ing. Dr. Anton Köck, Univ.Ass. Dipl.Ing. Dr. Aleksandar Vujanic, Dr. Detlef Kroker.


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