10.04.2002 | 00:00

Ein Mensch zwischen zwei Welten: Josef Freinadametz

Ausstellung in St.Gabriel über den ersten China-Missionar

Eine Ausstellung über ihren ersten Missionar, den vor 150 Jahren geborenen Josef Freinadametz, zeigt die österreichische Provinz der Gesellschaft des göttlichen Wortes in St.Gabriel in Maria Enzersdorf. Die Ordensgemeinschaft feiert heuer den 150. Geburtstag des Paters Freinadametz, der aus dem ladinischen Südtirol stammte und 1879 nach China reiste, wo er fast 30 Jahre als Missionar wirkte. Freinadametz starb 1908. Die Schau wurde zunächst in Südtirol gezeigt und ist in St.Gabriel bis 20. Mai zu sehen. Die Eröffnung nimmt am kommenden Samstag, 13. April, Kardinal Dr. Christoph Schönborn vor, Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop überbringt die Grußworte des Landes Niederösterreich.

In der Ausstellung soll Freinadametz als Mensch und Missionar dargestellt werden, der gegen den Zeitgeist des Kolonialismus und für die Würde aller Menschen und die Hochschätzung ihrer Kultur und Tradition eintrat. Er überwand seine Vorurteile, die er aus Europa mitgebracht hatte, und wurde zum Chinesen, der massiv das Verhalten der Europäer kritisierte. Die Ausstellung verdeutlicht, dass Gewalt, Menschenverachtung, Dialogverweigerung und Fremdenfeindlichkeit eine ständige Gefahr für jede Gemeinschaft sind.

Weitere Informationen zur Ausstellung „Ein Mensch zwischen zwei Welten“ gibt es unter der Telefonnummer 02236/803-169, Missionsprokur St.Gabriel, Mag. Ruth Steiner, www.steyler.at.


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