09.04.2002 | 00:00

Optimale Gewässerstrukturen für Tiere und Pflanzen schaffen

Plank: Ökosysteme erhalten oder wieder herstellen

„Optimale Gewässerstrukturen bedeuten die Schaffung von Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Nur so entstehen ökologisch funktionsfähige Fließgewässer“, erklärte heute Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank. Deshalb hat sich das Land Niederösterreich zum Ziel gesetzt, einzelne regulierte Flussläufe wieder zurückzubauen, das heißt, Uferbereiche wieder zu bepflanzen, Gebiete vor Erosion zu schützen und ein Ökoverbundsystem mit landwirtschaftlichen Flächen herzustellen. An der Url, der Pielach, der Pulkau und der Großen Tulln wurden entsprechende Maßnahmen bereits erfolgreich umgesetzt.

Aus einer Untersuchung von rund 2.000 Kilometern Fliessgewässern durch die Abteilung Wasserwirtschaft beim Amt der NÖ Landesregierung geht hervor, dass in den nächsten Jahren noch viel zu tun ist. Nach Schätzungen der Abteilung wären in den nächsten 20 bis 25 Jahren Investitionen in der Höhe von einer Milliarde Euro notwendig, um die Flüsse aus ihren Regulierungen rückzubauen und ihnen wieder Raum zu geben, wobei selbstverständlich Fragen des Hochwasserschutzes berücksichtigt werden.

Oft sind es aber auch kleinere Projekte, die zu einer Verbesserung der Wasserstruktur beitragen. Plank: „Wir unterstützen beispielsweise mit 10.900 Euro die Aktion ‚WasSerleben‘, die sich die Erhaltung von Flusslebensräumen zum Ziel setzt. Aktuell werden jetzt Projekte im Einzugsgebiet der Traisen gemeinsam mit dem Naturschutzbund erarbeitet und der Öffentlichkeit präsentiert. Die Maßnahmen reichen vom Schutz der Gelbbauchunke bis hin zu ‚WasSererlebens‘-Tagen“.


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