05.04.2002 | 00:00

250 Kinder verunglücken täglich in häuslicher Umgebung

Onodi: Einfache Vorkehrungen verhindern meist Schlimmstes

Jährlich verunglücken österreichweit mehr als 230.000 Kinder sowie Jugendliche bis zu ihrem 14. Lebensjahr. Vergleicht man die Werte mit anderen Ländern der EU, wird deutlich, dass in Österreich dringender Nachholbedarf bei der Sicherheit rund ums Kind gegeben ist. Nur Portugal schneidet laut einer aktuellen UNICEF-Statistik noch schlechter als die Alpenrepublik ab. Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi dazu: „Die Zahl der Kinderunfälle in Österreich ist alarmierend hoch. Täglich verunglücken rund 250 Kinder in häuslicher Umgebung. Häufig gehen diese Unfälle glimpflich aus, indem sie ‚lediglich‘ Schmerzen oder eine einmalige ärztliche Versorgung zur Folge haben. Doch die Gefahr, dass es zu längerfristigen oder gar bleibenden körperlichen sowie seelischen Schäden kommt, ist oft sehr groß. Die meisten dieser Unfälle könnten mit Hilfe einfacher Vorkehrungsmaßnahmen im Haushalt verhindert werden. Vorrangiges Ziel sollte daher sein, die Eltern mit diesen Hilfsmitteln vertraut zu machen.“

Die Möglichkeiten, bei denen sich Kinder verletzen können, sind mannigfaltig und nicht immer vermeidbar. Doch im Haus kann man diese Gelegenheiten in den Griff bekommen oder vielfach sogar ausschalten. „Es gibt heute bereits sehr gute technische Einrichtungen: Fenster-, Türen- oder Steckdosensicherungen sind rasch angebracht und kosten nicht viel“, meinte Onodi. „Auch Schutzausrüstungen wie Warmwassertemperaturbegrenzer, Heizkörperverkleidungen oder Herdschutzgitter sind zum Nachrüsten im Haushalt sehr effektiv und hilfreich. Kinder sind entdeckungsfreudig und können naturgemäß potenzielle Gefahren nicht erkennen. Die Eltern können hier zum Schutz des Kindes helfend eingreifen, indem sie ihren Informationsstand aktualisieren und die häusliche Umgebung den Bedürfnissen des Nachwuchses anpassen. Nur so lässt sich die Verletzungsgefahr stark reduzieren. Wer rechtzeitig daran denkt, kann Tränen vermeiden helfen und die Sicherheit in den eigenen vier Wänden drastisch erhöhen“, argumentierte Onodi.


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