05.04.2002 | 00:00

150. NÖ Biomasseheizwerk in Euratsfeld eröffnet

Experten diskutierten Trends und Visionen

Aus Anlass der Eröffnung des 150. Biomasse-Fernheizwerkes in Niederösterreich fand gestern in Euratsfeld im Bezirk Amstetten auch eine Fachtagung zum Thema „Visionen und Trends – Energie aus Biomasse in Niederösterreich“ statt, an der neben Vertretern der Geschäftsstelle für Energiewirtschaft beim Amt der NÖ Landesregierung, der Agrar Plus und der Energieverwertungsagentur auch Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank teilnahm. Der Agrar-Landesrat zeigte sich dabei zuversichtlich, dass erneuerbare Energieträger auch künftig eine wichtige Rolle in Niederösterreich spielen werden. Das Potenzial dafür sei jedenfalls vorhanden. Was es nun braucht, so Plank, seien bundeseinheitliche Regelungen bei den Einspeisetarifen aus Windkraft, bei Strom aus Biomasse etc. sowie entsprechende steuerliche Rahmenbedingungen. Damit könnte die Zielgröße von derzeit 4 Prozent aus erneuerbarer Energie in Niederösterreich sogar bei weitem überschritten werden. Der jährlich mit rund 5,8 Millionen Euro notierte Biomassefonds des Landes trage auf jeden Fall wesentlich dazu bei, dass derartige Anlagen auch künftig realisiert werden können. Dazu werden durch die Nutzung erneuerbarer Energieträger Arbeitsplätze in den Regionen geschaffen, ist Plank überzeugt.

In dem aus drei Anlagen bestehenden Werk in Euratsfeld, die eine Kesselleistung von 890 KW aufweisen, wurden mehr als 500.000 Euro investiert und von der öffentlichen Hand mit 200.000 Euro gefördert. Wärmeabnehmer sind alle öffentlichen Gebäude sowie Wohnhausanlagen in Euratsfeld.


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